HIV im Dialog 2008   
12. & 13. September   

  veranstaltet von:
 
 
 

Im Rahmen der AIDS-Aktionswoche 1998 fand der erste HIV im Dialog im Haus der Kulturen der Welt statt. Über 10 Jahre hinweg konnten die Einzigartigkeit und Heterogenität des Kongresses bewahrt bleiben.

Maßgeblich dafür verantwortlich ist die Mischung der Veranstalter aus der 'Positiven-Community', den Selbsthilfeorganisationen, den sozialen und psychologischen Gesundheitsversorgenden, den MedizinerInnen, WissenschaftlerInnen und nicht zuletzt den BesucherInnen von HIV im Dialog.

Damals wie heute war das Themenspektrum durch die vielfältigen Implikationen vom Leben mit HIV und Aids bestimmt. Das sich immer wieder verschiebende Spektrum zu benennen, aktuelle Entwicklungen zu begleiten, kontrovers und ergebnisoffen zu diskutieren, auch mit VertreterInnen der Industrie oder mit Verantwortlichen aus der Landes- und Bundespolitik, gehört zu den besonderen Merkmalen, die HIV im Dialog ausweisen.

Und so lautet das Motto des 10-jährigen Jubiläums-Dialogs folgerichtig - Vom Leben Reden - Vom Leben mit HIV und Aids.

In diesem Jahr wird es einen Schwerpunkt zu neurologischen- und psychiatrischen Komplikationen bei HIV/Aids geben, welcher der zunehmenden Bedeutung von 'Neuro-Aids' Rechnung tragen möchte. Darüber hinaus werden in weiteren Veranstaltungen psychologische und sozialpsychologische Aspekte bei einer HIV-Infektion thematisiert.

Was bedeutet die Gesundheitsreform für den Alltag von HIV-Positiven? Welche Konsequenzen leiten sich daraus für ein solidarisch gedachtes Gesundheitsversorgungssystem ab? Wie können die HIV-Schwerpunktpraxen ihre Qualitätsstandards erhalten? Wo bleiben die Selbsthilfeorganisationen? Wie können bestehende Netze ausgebaut und erhalten bleiben? Diese Fragen umreißen einen weiteren Schwerpunkt von HIV im Dialog 2008.

Seit der etwa 25 Jahre andauernden öffentlichen Auseinandersetzung mit der Pandemie HIV/Aids tauchen immer wieder Schlagzeilen auf, die das Ende von Aids und den Sieg über HIV verkünden. Schon 1984 ließ sich die damalige US Gesundheitsministerin Margaret Heckler zu der Prognose hinreißen: "In wenigen Jahren wird es einen Impfstoff geben und AIDS wird bis 1990 heilbar sein" - Schlagzeilen, die an Popularität, entgegen den Erfahrungen der vergangenen Jahre, ungebrochen sind.

Angebote zur Primärprävention, insbesondere zur Jugendprävention, sind daher ständige Begleiter von HIV im Dialog auch in 2008.

Natürlich sind große Hoffnungen mit der Forschung verbunden, da es Wissenschaftlern im Labor erstmals gelungen ist, aus menschlichen Zellen das HIV-Erbgut mit Hilfe eines Enzyms zu entfernen. Wann und ob sich daraus eine effiziente HIV-Therapie ableiten lässt, ist zurzeit nicht abzuschätzen. Wohin also geht die HIV-Behandlung? Wohin geht die Forschung?

HIV im Dialog 2008 thematisiert außerdem:
Den immer bedeutender werdenden Komplex HIV und Alter, die Situation von MigrantInnen mit HIV/Aids, Sexarbeit, Frauen und HIV/Aids, Positiv am Arbeitsplatz, Wohnen und Leben mit Hartz IV, Stoffwechsel-Entgleisungen, Informationen zur HAART, Nebenwirkungen und Aids-Manifestationen, Hepatitis C, Sexuell übertragbare Krankheiten und HIV/Aids auf dem Land.

Darüber hinaus werden im Rahmen eines Präventionspodiums die Konsequenzen aus der Stellungnahme der Eidgenössischen Kommission für AIDS-Fragen zur Infektiosität HIV-Infizierter unter antiretroviraler Therapie hinterfragt.

Auch in 2008 möchten wir über den eigenen Tellerrand schauen. Daher wird die Situation von HIV-Positiven und an Aids erkrankten Menschen in China, Vietnam, Bangladesh und Osteuropa zum Thema gemacht.

Vom Leben Reden ist das Motto des 10-jährigen Dialogs. Dazu möchten wir Sie in Diskussionsrunden, Workshops und Informationsveranstaltungen ins Rote Rathaus unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters, Klaus Wowereit, einladen!

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare, Anregungen, Kritik und ganz besonders auf Ihre aktive Teilnahme an HIV im Dialog 2008.

 

 

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HIV im Dialog 2008 Der Kongress zum Thema HIV und Aids in Berlin