HIV im Dialog 2008

Tagesprogramm Freitag 12. September 2008

 

11:00-12:00 Uhr

 
 

Rotunde

"HIV im Dialog 2008" startet mit einem gemeinsamen Frühstücksbrunch in der Rotunde des 3. Obergeschosses 
 

12:00-12:35 Uhr  
  Louise-Schroeder-Saal          
 

Eröffnungsveranstaltung

Begrüßung zum 10-jährigen Jubiläum von HIV im Dialog
Jens Ahrens (Berliner Aids-Hilfe e.V.)
Gayle Tufts & Band
Dietmar Schranz (Arbeitskreis AIDS der niedergelassenen Ärzte Berlin e.V.)
 

12:50-14:00 Uhr

 
 

  Louise-Schroeder-Saal

Ausblick auf die Gesundheitsversorgung der Zukunft in Deutschland

Der Kongressauftakt beim 10-jährigen Jubiläum von HIV im Dialog bestreitet ein Thema, das uns alle angeht: Die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Eine Gesundheitsreform löst die nächste ab und nur noch wenige Interessierte sind über die kommenden Reformvorhaben informiert. Wir möchten heute mit Experten der Gesundheitspolitik diskutieren. Im Mittelpunkt werden die Fragen nach Versorgungsbedarf, Versorgungsgerechtigkeit und Innovationen in der gesundheitlichen Versorgung stehen.

Mit PD Dr. Keikawus Arastéh (Moderation; Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin), Prof. Dr. Dr. Thomas Gerlinger (Institut für Medizinische Soziologie, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main), Dr. Ellis Huber (Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e.V.), Ulla Schmidt (Bundesministerin für Gesundheit, Berlin)

 

14:15-15:45 Uhr  
 

Louise-Schroeder-Saal


Essex-Symposium:

Der Weg ist das Ziel: Behandlung bei Hepatitis C

Eine Infektion mit dem Hepatitis C-Virus heilt nur in 20-30 Prozent der Fälle spontan aus. Kommt es zur chronischen Hepatitis C, kann dies nach einigen Jahren zu schweren Leberveränderungen, später auch Leberversagen und Leberkrebs führen. Mit der derzeit zugelassenen Kombinationsbehandlung mit pegyliertem Interferon und Ribavirin wird bei optimaler Dosis und Behandlungsdauer bei über der Hälfte der Patienten eine dauerhafte Virusfreiheit erreicht (sustained virological response, SVR).

Wie ist dieser Weg zu gehen? Wann ist mit der Behandlung zu beginnen? Und wie sieht die zweite Chance für Patienten aus, die einen Rückfall nach zunächst erfolgreichem Therapieende erleiden oder von Anfang an nicht adäquat auf die Therapie ansprechen? Diese Perspektiven sollen im Symposium aufgezeigt werden.

Mit PD Dr. Keikawus Arastéh (Moderation; Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin), Dr. Axel Baumgarten (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Albrecht Stoehr (Asklepios Klinik St. Georg, ifi, Hamburg)
 

Ferdinand-Friedensburg-Saal

Abbott-Symposium:

AIDS-Manifestationen

Auch wenn eine antiretrovirale Therapie erfolgreich ist, können AIDS-Manifestationen weiterhin ein großes Problem darstellen. Innerhalb dieser Veranstaltung sollen AIDS-definierende Erkrankungen, also opportunistische Infektionen, maligne Tumore sowie Co-Infektionen erörtert werden.

Mit Andreas Carganico (Moderation; Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Patrick Philipp Ingiliz (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin), Dr. Christian Träder (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin), Dr. Rudolf Weiß (Onkologische Schwerpunktpraxis, Bremen)

Herrmann-Waesemann-Saal

A trip to Asia

Mit dem Stand der AIDS-Epidemie in Afrika und Osteuropa ist die europäische Öffentlichkeit inzwischen gut vertraut, dabei droht der Kontinent Asien der Aufmerksamkeit zu entgleiten. Wir versuchen einen geografisch breiten Überblick zu bieten, in dem wir stichprobenartig aus drei sehr verschiedenen Ländern berichten: China – Vietnam – Bangladesch Wir liefern einen Überblick über die wirtschaftliche Lage der drei Länder, die hauptsächlichen Infektionswege und die Lebens- und Behandlungsbedingungen der Hauptrisikogruppen – dies sind in allen drei Ländern Drogengebraucher und Prostituierte. Darüber hinaus:

Wie verhalten sich die Regierungen, das Gesundheitswesen und die Öffentlichkeit gegenüber den Betroffenen und zu dem Problem?

Schließlich: Was täte Not? Was wird schon getan? Was kann man tun?

Dazu gibt es aktuelle Berichte von konkreten Projekten mit einem Schwerpunkt auf Substitutionsprogramme im Sinne der Harm Reduction.

Mit Karsten Hein (Moderation; Berlin), Christian Jellinek (Ambulanz für Integrierte Drogenhilfe, Berlin-Neukölln), Dr. Ingo Ilja Michels (Geschäftsstelle der Drogenbeauftragten, Bundesministerium für Gesundheit, Berlin), Birte Seffert (Horst Görtz Institut für chinesische Lebenswissenschaften, Charité, Berlin), Dr. Andreas Wulf (medico international, Frankfurt am Main)
 

Raum 319


Schöner Wohnen Adé?

Wir wollen mit unserem Beitrag auf die Veränderungen im Bereich Wohnen für Menschen mit HIV und Aids hinweisen. Die Situation stellt sich paradoxerweise so dar, dass, je besser die medizinische Versorgung wird, desto schlechter entwickeln sich die sozialhilferechtlichen Rahmenbedingungen. Eine HIV-Infektion ging in der Regel, ab einem bestimmten Stadium der Erkrankung, auch immer mit einem gewissen Pflegebedarf einher. Die Anforderungen an Ausstattung und Lage der Wohnungen für Aids-erkrankte Menschen ergaben sich aus dieser Situation. Die Kriterien für angemessenen Wohnraum für Bezieher von öffentlichen Hilfen (früher Sozialhilfe, heute ALG II und Grundsicherung) haben sich seit ca. 1998 laufend verschlechtert:
· Einführung einer qm-Begrenzung auf 50qm bzw. 60qm, je nach WBS
· Festlegung einer Grundmiete, die nicht überschritten werden darf
· Festlegung von Gesamtmieten (Bruttowarmmieten: € 360.- für eine Person) usw.

Mit Jan Millaur und Stephan Struve (ZIK Zuhause im Kiez gGmbH, Berlin)

Hartz mit HIV erleben - eine Bilanz zur materiellen Versorgung von mittellosen Menschen mit HIV/Aids

Regelleistungen und Mehrbedarfe, Krankheitskosten

Die Entwicklung der sozialen Leistungen verläuft entgegengesetzt zur Kostenentwicklung. Die Preissteigerungen der Waren des täglichen Bedarfs betragen seit 2005 ca. 14 Prozent, die Regelleistung der Sozialämter bzw. JobCenter wurden derweil um ganze 1,7 Prozent angehoben, der Mehrbedarf für Ernährung verharrt seit 1997 auf unverändert geringem Niveau. Neben einem kurzen Überblick über die Leistungshöhe und die möglichen Zuschläge soll es vor allem darum gehen, aufzuzeigen, welche Möglichkeiten und Spielräume zur Anerkennung des krankheitsbedingten Bedarfes in den Sozialleistungen auch für die Berliner Verwaltung bestehen und die Umsetzung einer bedarfsdeckenden Versorgung einzufordern.

Mit Elisabeth Strothmann (Berliner Aids-Hilfe e.V.) und Gert Wüst (Berliner Aids-Hilfe e.V.)

 

Raum 350


Psychiatrische Sprechstunde

Persönliche, offene Sprechstunde zu allen Fragen aus dem Bereich Psychiatrie und Psychotherapie; eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Mit Elmar Fleischer (Psychiater und Psychotherapeut, Schwerpunktpraxis, Berlin), Andreas Mertens (Psychiater, Schwerpunktpraxis, Berlin)

 

Raum 219


Solidar  ·  Gemeinschaft  ·  Europa ?

Mobilität und Prostitution – akute Probleme der Gesundheitsversorgung von weiblichen und männlichen Prostituierten am Beispiel Berlin.

Im ersten Teil des Themenblocks möchten wir auf die Situation der Gesundheitsversorgung von SexarbeiterInnen aus den neuen EU-Ländern hinweisen. Anders als in den folgenden Veranstaltungen handelt es sich hierbei um MigrantInnen mit gesichertem Aufenthaltsstatus, jedoch haben die wenigsten von ihnen eine Krankenversicherung. Seit einigen Jahren steigt die Arbeitsmigration innerhalb der Union stetig, so auch in der Sexarbeit. Im Rahmen der EU-Osterweiterung besteht für Staatsangehörige der neuen Beitrittsländer die Möglichkeit der Einreise ohne Visum und die so genannte Dienstleistungsfreiheit. Den meisten fehlt es jedoch an Informationen zu den arbeitsrechtlichen Bedingungen einer freiberuflichen Tätigkeit. Da es in ihren Herkunftsländern keine Krankenversicherungspflicht gibt/gab, kommen sie ohne Versicherungsschutz und sind häufig bei schlechter Gesundheit. Sprachliche und kulturelle Barrieren stellen neue Herausforderungen an die Beratungsangebote der jeweiligen Beratungsstellen.

Mit Elfriede Steffan (Moderation; SPI-Forschung gGmbH, Berlin), Sergiu Grimalschi, M.A./Universität Bukarest (subway, Berlin), Renate Harder (Ärztin, Gesundheitsamt Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin) und Simone Kellerhof (Hydra e.V., Berlin)
16:15-17:45 Uhr  
 

Louise-Schroeder-Saal


Aids-Aktionsplan für Berlin

Im Jahr 2007 hat die Bundesregierung ihren aktuellen Aids-Aktionsplan vorgestellt. Darin sind die wesentlichen Ziele und Maßnahmen zeitgemäßer Aids-Prävention und Versorgung formuliert. In der Bundeshauptstadt fehlt bislang ein übergeordneter Aktionsplan, der den neuen Herausforderungen in der Aids-Bekämpfung gerecht wird.

Die Berliner Gesundheitspolitik, der Paritätische Landesverband und die Aids-Projekte des LaBAS werden nun einen Rahmenplan für Berlin erarbeiten, der auch die Grundlage für die weitere Förderung der Aids-Projekte im Integrierten Gesundheitsvertrag bildet.

Welche Leitlinien sollen die Richtung weisen? Welche Zielgruppen sollen erreicht werden? Wie gestaltet sich die Kooperation zwischen Öffentlichem Gesundheitsdienst und Freien Trägern? Wie viel Geld stellt das Land Berlin für einen Aids-Rahmenplan bereit? Diese Fragen sollen mit Vertretern aus dem Aids-Hilfe-Netzwerk diskutiert werden.

Mit Kai-Uwe Merkenich (Moderation; Berliner Aids-Hilfe e.V.), Heike Drees (Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e.V.), Marcel de Groot (Vorstand, Landesverband der Berliner AIDS-Selbsthilfegruppen e.V.), Dr. Ruth Hörnle (Zentrum für sexuelle Gesundheit und Familienplanung, Berlin-Mitte) und Katrin Lompscher (Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Berlin)

Ferdinand-Friedensburg-Saal

Mein Hals brennt, die Haut wird rot ...

... und am Hintern habe ich so eine komische Stelle. Geschlechtskrankheiten - Sexually Transmitted Infections - STIs

Den Klassiker der Geschlechtskrankheiten mit Ausfluss aus der Harnröhre, Tripper, kennen viele. Unsicherheit gibt es oft bei den anderen möglichen Manifestationsorten. Die Dermatologen und HIV-Experten Bernd Hegemann und Ralf Husak informieren über mögliche Symptome von Gonorrhoe/Tripper, Lues/Syphilis, Herpes und Chlamydien im Rachenraum und der Analregion. Der Schwerpunktarzt Tobias Glaunsinger spricht über allgemeine Körpersymptome bei Geschlechtskrankheiten.

Der Arzt und Gesundheitswissenschaftler Axel J. Schmidt erklärt die Häufigkeiten, Übertragungswege und mögliche Vorbeugungsmaßnahmen.

Das Gespräch wird von dem Schwerpunktarzt und Psychotherapeuten Martin Kübler moderiert. Er wird auch die HIV-spezifischen Verbindungen herstellen und die psychosomatischen Aspekte von Geschlechtskrankheiten benennen.

Mit Dr. Martin Kübler (Moderation; Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Tobias Glaunsinger (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Bernd Hegemann (HIV-Schwerpunkt-Dermatologe, Berlin), Dr. Ralf Husak (HIV-Schwerpunkt-Dermatologe, Berlin) und Axel J. Schmidt, MPH (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH)

Herrmann-Waesemann-Saal

Milch und Honig?!

HIV kann bei vielen Betroffenen zu Verdauungs- und Stoffwechselstörungen führen, die unangenehme Begleiterscheinungen wie Völlegefühl, Blähungen, Durchfall usw. mit sich bringen. Welche Rolle spielen hierbei Nahrungsmittel- unverträglichkeiten? Wir wollen dem auf den Grund gehen und praktische Tipps für den Alltag geben. Zusätzlich spielen Veränderungen des Zuckerund Fettstoffwechsels gerade in Hinsicht auf das Herz-Kreislauf-Risiko eine wichtige Rolle. Auch hier werden wir auf den Einfluss von Ernährung, HIV-Medikamenten und Strategien zum Umgang damit eingehen.

Mit Dietmar Schranz (Moderation; Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Maren Amasheh (Charité Campus Benjamin Franklin, Berlin), Dr. Julia Brümmer (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin) und Melanie Reichl (Dipl. oec. troph., Vivantes Auguste-Viktoria-Klinkum, Berlin)

Raum 319


Umsonst gibt's hier gar nichts ...
Von Herz bis Niere: Nebenwirkungen der HIV-Therapie

Immer wieder werden unter einer HIV-Therapie Fälle von Nierenschädigung berichtet. Diese können manchmal zu Beginn der Behandlung, oft aber erst nach mehreren Monaten auftreten. Auch ist die Knochendichte von HIV-Infizierten häufig niedriger als die von Nicht-Infizierten, ein Einfluss der HIV-Therapie ist ursächlich möglich.

Darüber hinaus scheint das Risiko, an Herz-Kreislauferkrankungen zu erkranken, für HIV-Infizierte erhöht. Die unter einer HIV-Therapie häufig beobachteten Veränderungen des Stoffwechsels (Blutfette, Blutzucker) sind hierfür bekannte Risikofaktoren. Ziel dieser Informationsveranstaltung ist es, den aktuellen Wissensstand zu diesen Themen zu vermitteln, Zusammenhänge mit der HIV-Therapie aufzuzeigen, diagnostische und therapeutische Strategien sowie Möglichkeiten der Vorbeugung - unter besonderer Beachtung der Ernährungstherapie – vorzustellen und zu diskutieren.

Mit Dr. Patrick Philipp Ingiliz (Moderation; Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin), Alexandra Jung (Ernährungswissenschaftlerin, Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Christoph Schuler (Schwerpunktpraxis, Berlin) und Dr. Hartmut Stocker (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin)

Raum 350


HIV und Hepatitis-Prävention · Der Teufel steckt im Detail

Hepatitisprävention? ... bei einer korrekten HIV-Prävention muss ich mich doch darum gar nicht kümmern ... - ... irgendwie ziemlich kompliziert: HIV und dann noch die verschiedenen Hepatitisformen ...
In einem interaktiven und praxisnahen Workshop sollen Gemeinsamkeiten aber auch notwendige Unterschiede in der Prävention von HIV, Hepatitis B und Hepatitis C erarbeitet werden. Übertragungswege und Präventionsbotschaften für die Bereiche Drogengebrauch, MSM und den schnöden Alltag werden diskutiert.

Mit Kerstin Dettmer (Ärztin, Fixpunkt e.V., Berlin) und Uwe Nowotsch (Dipl. Sozialarbeiter, Fixpunkt gGmbH, Berlin)

 

 

Raum 219


No card, no ART

Impulsreferate und Diskussion über den derzeitigen Zugang von MigrantInnen ohne Krankenversicherung zu HIV/AIDS/STD-Prävention und medizinischer Versorgung in Berlin.

Es wird exemplarisch die schwierige Situation von MigrantInnen ohne Aufenthaltspapiere und damit ohne Krankenversicherungsansprüche beim Zugang zur Gesundheitsversorgung dargestellt. Schwerpunkt ist der Zugang zu HIV/AIDS/STD-Prävention und medizinischer Versorgung. Oft ist zu beobachten, dass Menschen ohne Papiere, wenn überhaupt, erst zu spät medizinische Hilfe erhalten bzw. in Anspruch nehmen. Für Prävention oder frühzeitige Diagnose und Behandlung besteht so keine Chance, was nicht nur gesundheitsschädlich sondern im Bedarfsfall zu erhöhten Kosten der Gesundheitsversorgungsleistungen führt. Praktische Beispiele inhumaner Folgen und aktuelle Grenzen in der Versorgung, sowie bestehende rechtliche, sozialarbeiterische und medizinische Angebote werden thematisiert. Die Diskussion und der anschließende Workshop zielen vor allem auf die Entwicklung von neuen Strategien und Lösungsansätzen.

Mit Dieter Telge (Moderation; AG HIV/Aids-Prävention mit MigrantInnen, Berlin), Line Goettke (Moderation; Afrikaherz, Verband für interkulturelle Arbeit [VIA], Berlin), Renate Harder (Medizinaldirektorin, Zentrum für sexuelle Gesundheit und Familienplanung Friedrichshain- Kreuzberg, Berlin), Dr. Benjamin-Immanuell Hoff (Staatssekretär, Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Berlin), Prof. Barbara John (Vorsitzende, Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e.V.) und Mila Ould Yahoui (Berliner Aids-Hilfe e.V.)

 
18:00-19:30 Uhr  
 

Louise-Schroeder-Saal


Pfizer-Symposium:

Erste Erfahrungen mit neuen Substanzen

Seit kurzem stehen uns zwei neue Substanzklassen zur Verfügung, die das HI-Virus über neue Wirkprinzipien an der Vermehrung hindern können. Maraviroc®, der erste zugelassene CCR5-Rezeptor- Antagonist kann bei vielen Patienten das Eindringen des HI-Virus in die Helferzelle stoppen. Mit dem ersten zugelassenen Integrase-Hemmer, Isentress®, gelingt es, ein weiteres, wichtiges Enzym im Vermehrungszyklus des Virus zu blockieren.

Es eröffnet sich eine Vielfalt an neuen Kombinationsmöglichkeiten und Chancen in der Behandlung von HIV und AIDS, auch für lange vorbehandelte Patienten. PD Dr. Arastéh und Dr. Dupke berichten über erste Erfahrungen mit der Wirksamkeit, Verträglichkeit und den Kombinationsmöglichkeiten der neuen Medikamente.

Mit Dietmar Schranz (Moderation; Schwerpunktpraxis, Berlin),
PD Dr. Keikawus Arastéh (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin) und
Dr. Stephan Dupke (Schwerpunktpraxis, Berlin)

Ferdinand-Friedensburg-Saal

Boehringer-Ingelheim-  Symposium:

Therapiebeginn heute
Wohin geht die HIV-Behandlung? - Wohin geht die Forschung?

Seit der Einführung der Kombinationstherapien 1996 gibt es eine andauernde Debatte um die Frage, wann der beste Zeitpunkt ist, eine antiretrovirale Therapie zu beginnen. Anfangs wurde unter der Vorstellung, die HIV-Infektion mit der Therapie heilen zu können, fast jeder behandelt (Motto: hit hard and early). Unter dem Eindruck von (Langzeit-) Nebenwirkungen und der Resistenzentwicklung wurde der Therapiebeginn seither immer weiter nach hinten verschoben.

Aktuell wird angesichts der vielen neuen Behandlungsmöglichkeiten und neuerer Studienergebnisse wieder vermehrt darüber diskutiert, die Therapie früher zu beginnen. Gleichzeitig stellt sich wegen der Vielzahl von Medikamenten und Kombinationsmöglichkeiten immer mehr die Frage, welche Therapie die beste Startkombination ist.

Diese Fragen werden in der Veranstaltung u. a. unter Einbeziehung aktueller wissenschaftlicher Daten und psychologischer Faktoren seitens des Patienten diskutiert.

Mit Dr. Gerd Klausen (Moderation; Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Birger Kuhlmann (Schwerpunktpraxis, Hannover), Dr. Dieter Schake (Pharmazeut, Düsseldorf) und Dr. Hartmut Stocker (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin)
 

Herrmann-Waesemann-Saal

Dein Typ ist gefragt! - Gremien und Lobbyarbeit zu HIV/AIDS

Der hohe Stellenwert der Positivenselbsthilfe in Form von Gremien- und Lobbyarbeit ist unbestritten. Allerdings sind die Strukturen und Prozesse der Interessenvertretung für viele Interessierte unübersichtlich und nur schwer zu durchschauen. Deshalb soll über die mittlerweile vielfältigen Möglichkeiten zur Einflussnahme durch Gremien- und Lobbyarbeit für die Bedürfnisse und Interessen von HIV-Positiven ausführlich informiert werden. Direkte Mitwirkungsmöglichkeiten und ihre jeweiligen Voraussetzungen stehen zur Diskussion.

Mit Matthias Kuske (Moderation; Deutsche AIDS-Hilfe e.V., Berlin),
Gerhard Grün (Positivensprecher BAH), Karl Lemmen (Dipl. Psychologe, Deutsche AIDS-Hilfe e.V., Berlin),
Ricardo Schulze (Delegiertenrat, Deutsche AIDS-Hilfe e.V.) und
Engelbert Zankl (HIV-Therapie-Hotline, München)

 

Raum 319


Neuro-Aids - Wenn die Nerven krank sind

Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems nehmen insgesamt zu und äußern sich in vielfältigen Syndromen. Defizite können etwa die motorischen Fähigkeiten betreffen. Dysfunktionen treten aber auch in seelischen und geistigen Prozessen auf. Depressionen und Angst können die Folge sein.

Die Wahrscheinlichkeit, an Neuro-Aids-Syndromen zu erkranken, steigt mit der Dauer der HIVInfektion und mit der Dauer der antiretroviralen Therapie. In zwei Vorträgen werden Neuro-Aids-Erkrankungen, ihre Entstehung, sowie Diagnostik und Therapien im Überblick dargestellt. Die anschließende Diskussion soll genügend Raum bieten, das tendenziell tabuisierte Thema Neuro-Aids offensiv zu besprechen sowie Behandlungs- und Versorgungsstrukturen aufzuzeigen.

Mit Kai-Uwe Merkenich (Moderation; Berliner Aids-Hilfe e.V.), Prof. Dr. Gabriele Arendt (Universitätsklinikum, Düsseldorf) und PD Dr. Bruno-Marcel Mackert (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin)

Raum 350


Persönliche Sprechstunde

Persönliche, offene Sprechstunde zu allen Fragen rund um die wissenschaftlichen Veranstaltungen von HIV im Dialog 2008 zu ART, Compliance und opportunistischen Infektionen.

Mit Peter Kreckel (Schwerpunktpraxis, Berlin) und Dr. Anja Masuhr (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin)

 

 

Raum 219


Zukunft entwickeln

Erarbeitung eines durchführbaren Modells der medizinischen Versorgung von MigrantInnen ohne Krankenversicherung in Berlin. Der Senat von Berlin sieht sich in der Pflicht, auch Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus zu ihrem Recht auf Gesundheit zu verhelfen (Integrationskonzept Berlin 2007). In Berlin gibt es gut funktionierende informelle Unterstützungsnetzwerke, die allerdings bei kostenintensiven Diagnosen und Behandlungen im Bereich HIV/AIDS/STD ihre Grenzen erreichen. Der Workshop soll zur Diskussion um neue Strategien und Lösungsansätze beitragen. Gleichzeitig soll der erhöhte Bedarf an Ressourcen benannt werden, um ein realisierbares Modell anzudenken, Möglichkeiten wie ein Versorgungspool, ein Fondsmodell oder der anonyme Krankenschein sollen diskutiert und betrachtet werden. Dabei ist auch die Frage zu beantworten, wie eine breite Allianz von gesellschaftlichen AkteurInnen aufgebaut werden kann.

Mit Simone Wiegratz (Moderation; LaBAS-Netzwerkstelle HIV/Aids und Migration, Verband für interkulturelle Arbeit (VIA) Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V.), Mila Ould Yahoui (Moderation; Berliner Aids-Hilfe e.V.), Dr. Adelheid Franz (Malteser Migranten Medizin, Berlin) und Dr. Benjamin-Immanuel Hoff (Staatssekretär, Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Berlin)

19:30 Uhr

 

 

Rotunde

Sektempfang und Get Together (Rotunde)
Mit Brigata Criminale: "musica italiana e le canzoni del west"

Brigata Criminale (Eva Noack und Käte Lehnhoff) spielen Musik unter dem Motto musica italiana e le canzoni del west. Aus dem Repertoire der 50er und 60er Jahre begegnen sich im ständigen Wechsel Musik mit italienischem Eifer und Countrysongs aus dem US-amerikanischen Westen.

 

20:00 Uhr

 

 

Raum 319

EAST/WEST - Sex & Politics

Dokumentarfilm - 97 min, Farbe, Deutschland 2008, Regie: Jochen Hick
OF englisch/russisch/deutsch, mit englischem OFF-Kommentar und deutschen Untertiteln
EAST/WEST beschreibt die sozialen Fortschritte und politischen Rückschläge der sexuellen Minderheiten in Russland. Anhand von persönlichen Lebensgeschichten, aber auch öffentlich und politsch relevanten Ereignissen entsteht ein vielschichtiges Bild, welches weit über die Schilderung der Situation nur einer bestimmten Minderheit hinausgeht.
Weitere Informationen zum Film unter www.galeria-alaska.de

 
 

zum Tagesprogramm Samstag 13. September 2008