HIV im Dialog 2007

Tagesprogramm Samstag 1. September 2007

 

9:00-9:30 Uhr

 
 

Rotunde

Frühstück in der Rotunde des 3. Obergeschosses 
 

9:30-11:00 Uhr  
 

Louise-Schroeder-Saal

Was macht uns krank?

Opportunistische Infektionen, Tuberkulose, Non Hodgkin Lymphome, Tumore

Trotz HAART ist die Manifestation von HIV-Erkrankungen ein großes Problem. Über die zu beobachtenden Veränderungen bezüglich opportunistischer Infektionen und HIV-assoziierten Tumoren wird in dieser Veranstaltung berichtet.

Mit Dr. Bettina Hintsche (Moderation; Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Markus Müller (AVK, Berlin), Dr. Christian Träder (AVK, Berlin), Dr. Rudolf Weiß (Schwerpunktpraxis, Bremen)
 

Ferdinand-Friedensburg-Saal

Ein Freund, ein guter Freund?

Neue Herausforderung im Arzt-Patient-Verhältnis

Ausgehend von empirischen Befunden zweier sozialpsychologischer Studien zum HIV-Risikoverhalten von MSM (Männern, die Sex mit Männern haben) sollen neue Herausforderungen der Interaktion von Arzt und Patient im HIV-Bereich diskutiert werden. Z.B.: Mit welchen Erwartungen einer gelingenden Beziehung kommt der Patient in die Praxis � und auf welche Realität trifft er dort? Wann ist für den Arzt ein Patient ein guter Patient? Welche Vorstellungen von Compliance und/oder Partnerschaftlichkeit treffen aufeinander? Welche Rolle kann der Arzt in der HIV- und STD-Prävention spielen? Welche Bedeutung haben psychosoziale Aspekte in der ärztlichen Aus- und Weiterbildung? Inwiefern werden schambesetzte Themen wie Sexualität oder Drogenkonsum, die für Behandlung und Prävention wichtig sind, thematisiert? Zentraler Bestandteil der Podiumsdiskussion wird der Einbezug des Publikums, gerade auch von Patient/innen, um im gemeinsamen Dialog hoffentlich zu neuen und praxisrelevanten Antworten zu kommen.

Mit Jens Ahrens (BAH, Berlin), Dr. Annette Haberl (Johann Wolfgang Goethe-Universit�tsklinikum Frankfurt/M.), Dr. Heribert Knechten (Schwerpunktpraxis, Aachen), Dr. Phil C. Langer (Moderation; Ludwig-Maximilians-Universit�t M�nchen), Cornelia Möser (Ludwig-Maximilians-Universität München), Stefan Müller (Berlin), Steffen Taubert (DAH, Berlin)

 

Herrmann-Waesemann-Saal

Wohin geht die HIV-Behandlung? Wohin geht die Forschung?

Welche zukünftigen Herausforderungen stellt die Behandlung der HIV-Infektion für die Forschung dar? Wo liegen Chancen und möglicherweise auch Gefahren in der Forschung? Diese Aspekte werden aus der Sicht von Schwerpunktbehandlern, Onkologen und Virologen diskutiert.

Mit Dr. Barbara Bartmeyer (RKI, Berlin), Dr. Axel Baumgarten (Moderation; Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Stephan Dupke (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Martin Obermeier (Medizinisches Labor, Berlin), Dr. Jan Siehl (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Hartmut Stocker (AVK, Berlin)

Raum 350

Bin ich schon drin?

Prävention und Beratung im Internet

Über 1 Milliarde Menschen sind mittlerweile weltweit online, allein in Deutschland über 80% der unter 50-Jährigen. So spielt das Medium Internet auch im Kontext von HIV-Prävention und -Beratung eine immer größere Rolle. In dieser Veranstaltung werden sich drei große Projekte aus dem deutschsprachigen Raum mit ihren unterschiedlichen Zielgruppen und Ansätzen vorstellen. Gemeinsam mit den TeilnehmerInnen wollen wir anschließend ins Gespräch kommen: Welche spezifischen Herausforderungen hält das Medium Internet als Beratungssetting bereit? Wie können auch hier Qualitätsstandards gefunden und eingehalten werden? Welche Rat Suchenden in welchen Lebenssituationen werden erreicht?

Mit Werner Bock (www.aidshilfe-beratung.de), Barbara Schweizer (Moderation; BAH, Berlin), Clemens Sindelar (www.gayromeo.com), Werner Widmer (www.drgay.ch)

 

Raum 319

9:30 � 17:00 Uhr
(13:30-15:00 Uhr Podiumsdiskussion)

Zukunftswerkstatt Jugendprävention

Wie schon im vergangenen Jahr gibt es auch auf dem diesjährigen Kongress eine zweitätige Zukunftswerkstatt für Jugendliche. Im Rahmen des Peer-Education-Projektes "Safer School" sollen SchülerInnen aus Berlin als MultiplikatorInnen ausgebildet werden. Dabei werden sie von zahlreichen Akteuren der regionalen und nationalen Aids-, Jugend- und Antidiskriminierungsarbeit unterstützt. Gleichzeitig haben die Jugendlichen die Gelegenheit, eigene Ideen zur HIV-Prävention zu entwickeln und umzusetzen. In einem Kreativwettbewerb werden Präventionsbuttons entworfen. Das Gewinnermotiv stellt das berlinweite Corporate Design von "Safer School" und soll auf der morgigen Reminders Day - Aidsgala verteilt werden.

Mit Dr. Phil C. Langer (BAH, Berlin) und Birte Seffert (BAH, Berlin)

11:15-12:45 Uhr        
 

Louise-Schroeder-Saal

Roche-Symposium:

"Wirksam gegen Viren"

An erster Stelle unter den Anforderungen, die ein Medikament erfüllen muss, steht durchweg eine hervorragende Wirksamkeit gegen die zu behandelnde Erkrankung bzw. deren Ursachen. Die Wirksamkeit eines bevorzugten Medikamentes muss signifikant besser, oder vergleichbar � also nicht unterlegen � zum gebräuchlichen Goldstandard sein, wobei dann meist die Verträglichkeit entscheidend für die Auswahl ist.
Im Symposium der Roche Pharma AG "Wirksam gegen Viren" werden im ersten Referat Behandlungsalgorithmen zur Behandlung HIV/HCV-Koinfizierter vorgestellt, die zur weiteren Optimierung der Wirksamkeit der HCV-Medikamente Pegasys und Copegus beitragen können. Im zweiten Vortrag werden die aktuellen Daten der Head-to-Head-Studie Gemini und der Rainbow-Kohorte gezeigt � beides Studien zur Untersuchung der Wirksamkeit und Verträglichkeit des Proteaseinhibitors Invirase. Die dritte Präsentation stellt schließlich Fälle vor, die auf die Hintergründe für den Einsatz des Fusionsinhibitors Fuzeon eingehen. Insbesondere werden dabei die Möglichkeiten zur Steigerung der Wirksamkeit durch Ausnutzung des "Fuzeon-Effektes" verdeutlicht.

"Koinfektion: wann, wen, wie" - Aktuelle Behandlungsalgorithmen in der Behandlung der HCV/HIV Koinfektion (J. Gölz)

"Nur gut verträglich ist auch wirksam" - Rainbow und Gemini (H. Knechten)

"Warum denn unter die Nachweisgrenze?" - Aktuelle Kombinationstherapien mit Fusionsinhibitoren � Fallvorstellungen (O. Degen)

Mit Dr. Olaf Degen (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf), Dr. Jörg Gölz (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Heribert Knechten (Schwerpunktpraxis, Aachen)


 

Ferdinand-Friedensburg-Saal

Bristol-Myers Squibb-Symposium:

HIV und Aids: Schwerpunkt Nachhaltigkeit - Beispielhafte Projekte in Schwellen- und Entwicklungsländern

Belize � Engagement in Zentralamerika. (W. Gütthoff)

Forschungsprojekte im Brennpunkt Osteuropa. (K. Arastéh)

Gegen AIDS in Afrika: Secure the Future. (F. Zorn)

Mit PD Dr. Keikawus Arastéh (Moderation; AVK, Berlin), Dr. Wolfgang Güthoff (Klinikum Ernst von Bergmann, Potsdam), Dr. Felizitas Zorn (BMS, München)

 

 

 

 

 

12:45-13:30 Uhr  
 

Rotunde

Mittagessen in der Rotunde des 3. Obergeschosses
 

13:30-15:00 Uhr    
 

Louise-Schroeder-Saal

Jenseits von Europa?

HIV und Aids in Ukraine

Die Ukraine hat die höchste HIV-Infektionsrate in Europa und eine AIDS-Epidemie von gesellschaftsbedrohendem Ausmaß.

Die Ukraineveranstaltung ist zu einem festen Bestandteil von "HIV im Dialog" geworden, u.a. weil Berlin dieser humanitären Katastrophe besonders nah ist - Kiew ist nur zwei Flugstunden entfernt. Seit dem vergangenen Jahr hat sich viel getan: Nicht zuletzt gibt es mit der Klinikpartnerschaft zwischen dem AVK in Berlin und dem AIDS-Zentrum Donetsk nun zum ersten Mal ein konkretes und kontinuierliches bilaterales Programm zwischen zwei in ihrem Bereich führenden Einrichtungen. Zum ersten Mal ist sozusagen eine Standleitung eingerichtet. In unserem Panel stellen wir das Projekt vor und diskutieren zugleich, wie andererseits die Hilfe im großen Maßstab aussehen kann und welche die zukünftige Richtung der Politik und der internationalen Hilfsorganisationen ist.

Mit Dr. Mykola Grazhdanov (Donetsk Regional AIDS Center, Ukraine), Karsten Hein (Moderation, Berlin), Ines Perea (ReferatStrategie der AIDS-Bek�mpfung, BMG), Dr. Urban Weber (Global Fund, Genf), Viola Winterstein (AVK, Berlin)
 

Ferdinand-Friedensburg-Saal

Management der Komplikationen und Nebenwirkungen der HIV-Infektion und der ART

Komplikationen können im Zusammenhang mit einer HIV-Infektion auf vielfältige Weise auftreten: Sei es im Rahmen von Koinfektionen, beispielsweise mit Hepatitis C (HCV) oder humanen Papillomviren (HPV) oder aber als Nebenwirkung einer bereits eingeleiteten Therapie, woraus sich Fragen bezüglich der Prävention spezifischer Infektionen oder des Nebenwirkungsmanagements ergeben. Die von erfahrenen HIV-Schwerpunktärzten getragene Veranstaltung soll Licht in das Dunkel des Zusammenspiels von Infektion und Nebenwirkung bringen und anhand von Fallbeispielen die geschickte Steuerung der Therapie verdeutlichen. Schwerpunkt werden dabei die HIV/HCV-Koinfektion und HPV sein, sowie die Neurobiologie der Antiretroviralen Therapie.

Mit Klaus Fischer (Moderation; Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Jörg Gölz (Schwerpunktpraxis, Berlin), Luca Stein (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Gerd Klausen (Schwerpunktpraxis, Berlin)

Herrmann-Waesemann-Saal

Frauenforum - Von Frauen für Frauen

In dieser Veranstaltung wird es drei Themen geben, die jeweils mit einem Referat eingeführt werden und die im Anschluss daran genug Zeit für einen Dialog lassen. Elfriede Steffan vom SPI wird darüber referieren, warum HIV-positive Frauen an klinischen und anderen Studien teilnehmen, was ihre Motivation ist und welche Schwierigkeiten dabei bestehen. Simone Casteleyn, Gynäkologin aus Berlin, wird zum Thema "Wechseljahre" und das Besondere bei HIV-positiven Frauen sprechen. Jette aus Berlin wird über ihr eigenes "Coming out" berichten und Annette Piecha aus Frankfurt wird ihre Erfahrungen aus der Beratung von HIV-positiven Frauen über deren Coming out referieren unter dem Titel "Lebensr�ume-Lebenstr�ume, ein weiblicher R�ckblick auf 25jahre Leben mit dem Virus".

Mit Dr. Simone Castelyn (Praxis, Berlin), Jette (Community, Berlin), Ines Lehmann (Moderation; BAH, Berlin), Annette Piecha (HIV-Contact, Frankfurt/M.), Elfriede Steffan (SPI Forschung gGmbH, Berlin), Sabine Weinmann (Community, Berlin)

Raum 350

Workshop

Soziale Sicherung bei HIV und Aids

Antrag, Widerspruch, Klage - zur Durchsetzung eines Anspruchs auf Sozialleistungen Die Träger gesetzlicher Sozialleistungen unterliegen einem enormen politischen Druck, Beiträge und Kosten zu senken. Dieser Druck spiegelt sich für viele Antragsteller wider in unzureichenden Auskünften, langen Bearbeitungszeiten, fehlerhaften Bescheiden.

Der Workshop soll folgende Fragen beantworten: Worauf muss ich bei einer Antragstellung achten? Welche Möglichkeiten habe ich, in angemessener Zeit einen Bescheid zu erhalten? Wie soll ich vorgehen bei Zweifeln an der Richtigkeit? Wann benötige ich und wo erhalte ich fachliche Hilfe? Dabei werden auch die wenig bekannten und beachteten Bestimmungen des SGB I (Allgemeiner Teil), SGB X (Verwaltungsverfahren) und SGG (Sozialgerichtsgesetz) berücksichtigt.

Mit Elisabeth Strothmann (BAH, Berlin) und Gert Wüst (BAH, Berlin)
 

Raum 319

Let's talk about sex...

Aktuelle Perspektiven des Peer-Involvement in der HIV-Jugendprävention

In den letzten Jahren sind so genannte Peer-Involvement-Ansätze verstärkt in den Mittelpunkt der HIV-Jugendprävention gerückt. Diese zielen darauf ab, Jugendliche selbst als Akteure der Prävention anzusprechen und ihnen die Möglichkeit zu geben, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. In der Podiumsdiskussion werden unterschiedliche Peer-Ansätze vorgestellt und diskutiert. Dabei sollen aktuelle Herausforderungen bestimmt und gemeinsam versucht werden, jugendgemäße und innovative Antworten darauf zu finden.

Darüber hinaus werden die Ergebnisse des Tibotec-Schüler-Wettbewerbs "HIV & AIDS - anders denken: Schüler klären auf" zur Diskussion vorgestellt.

Mit Christine Bartho (BAH / Schoolwork, Berlin), Peter Faber (NORA, bvmd, Schwerte), Fabian Gringmuth-Dallmer (Berlin), Dr. Christoph Königs (Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/M.), Dr. Phil C. Langer (Moderation: BAH, Berlin), Birte Seffert (Moderation; BAH, Berlin)

15:15-16:45 Uhr    
 

Louise-Schroeder-Saal

Gilead-Symposium:

Sucht und HIV - HIV und Sucht

Diese beiden Themen sind in der täglichen Praxis oftmals eng miteinander verknüpft, denn etwa 10% aller substituierten i.v.-Drogenabhängigen sind auch gleichzeitig HIV-positiv. ART und Substitution stellen dabei hohe Anforderungen an den Behandler, die antiretrovirale Therapie und den Patienten.

Vor diesem Hintergrund werden die Referenten in dem Symposium "Sucht und HIV � HIV und Sucht" ihre jeweiligen Perspektiven im Dialog und interaktiv mit den Teilnehmern diskutieren.

Mit Dr. Jörg Claus (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Jörg Gölz (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dirk Schäffer (Moderation; DAH, Berlin)

Ferdinand-Friedensburg-Saal

Glaxo Smith Kline-Symposium:

Personalisierte Medizin: "One size fits one"

Pharmakogenetik - Die neue Dimension der Therapie?

Verträglichkeit - eine individuelle Herausforderung.

Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Pharmakogenetik der Antiretroviralen Therapie. Die Pharmakogenetik beschäftigt sich als Teilgebiet der klinischen Pharmakologie mit den individuellen, genetisch festgelegten Unterschieden und Eigenarten der Wirkstoffaufnahme, -verteilung und -ausscheidung, sowie den persönlich unterschiedlichen Wirkungen eines Arzneimittels. Das Ansprechen eines Medikamentes kann also, ebenso wie das Nebenwirkungsprofil, durch spezifische, angeborene Eigenschaften beeinflusst werden.

Die am Symposium teilnehmenden Experten werden erörtern, ob der Erfolg, als auch die Verträglichkeit einer individuell angepassten Therapie in Zukunft planbar sein und ob sich hier neue Perspektiven eröffnen werden.

Mit Dr. Heribert Knechten (Schwerpunktpraxis, Aachen), PD Dr. Jan van Lunzen (Universitätsklinikum Hamburg- Eppendorf), Dr. Christoph Mayr (Moderation; Schwerpunktpraxis, Berlin)
 

 

Raum 350

15:00 � 17:00 Uhr

Persönliche Sprechstunde

Persönliche, offene Sprechstunde zu allen Fragen rund um die wissenschaftlichen Veranstaltungen von "HIV im Dialog 2007" zu ART, Compliance und opportunistischen Infektionen.

Mit Siegfried Köppe (Schwerpunktpraxis, Berlin) und Anja Masuhr (AVK, Berlin)

Raum 319

9:30 � 17:00 Uhr
(13:30-15:00 Uhr Podiumsdiskussion)

Zukunftswerkstatt Jugendprävention

Wie schon im vergangenen Jahr gibt es auch auf dem diesjährigen Kongress eine zweitätige Zukunftswerkstatt für Jugendliche. Im Rahmen des Peer-Education-Projektes "Safer School" sollen SchülerInnen aus Berlin als MultiplikatorInnen ausgebildet werden. Dabei werden sie von zahlreichen Akteuren der regionalen und nationalen Aids-, Jugend-und Antidiskriminierungsarbeit unterstützt. Gleichzeitig haben die Jugendlichen die Gelegenheit, eigene Ideen zur HIV-Prävention zu entwickeln und umzusetzen. In einem Kreativwettbewerb werden Präventionsbuttons entworfen. Das Gewinnermotiv stellt das berlinweite Corporate Design von "Safer School" und soll auf der morgigen Reminders Day - Aidsgala verteilt werden.

Mit Dr. Phil C. Langer (BAH, Berlin) und Birte Seffert (BAH, Berlin)

 

17:00-18:30 Uhr    
 

Louise-Schroeder-Saal

Prävention braucht Kontrolle.

Angesichts steigender HIV-Erstinfektionsraten, "barebacking", also der bewusst praktizierte unsafe Sex unter schwulen Männern und einer "neuen Sorglosigkeit" beim Sex von schwulen und bisexuellen Männern stellt sich die Frage nach dem Erfolg der bisherigen Präventionskonzepte. Kommen die Präventionsbotschaften - insbesondere bei den schwulen Männern - nur noch unzureichend an? Haben sich diese in den letzten zwei Jahrzehnten abgeschliffen? Oder üben die medizinischen Erfolge der HIV-Therapie einen negativen Einfluss auf das Präventionsverhalten aus? Wer Präventionskonzepte zur Disposition stellt, übt Kontrolle - in einem zivilgesellschaftliche Sinne - aus und nimmt Einfluss. Doch es gibt auch eine andere Facette der Kontrolle. Politiker aus den Reihen von SPD und CDU rücken "die Verantwortung der HIV-Postiven" in den Vordergrund. Sie wollen das Strafrecht verschärfen im Falle des wissentlichen ungeschützten Sex von HIV-Positiven mit Menschen mit einem negativen bzw. unbekannten Serostatus. Ob diese und andere Formen der Kontrolle angebracht sind, wird kontrovers diskutiert.

Mit Johannes Kahrs (MdB, SPD), Dr. Ulrich Marcus (RKI, Berlin), Dr. Dr. Wolfgang Müller (BzgA, Köln), Bodo Niendel (Moderation; Initiative Queer Nations e.V., Berlin), Dr. Luis Carlos Escobar Pinzón (DAH, Berlin), Jens Spahn (MdB, CDU), Prof. Dr. Rita Süssmuth (Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit a.D., Bundestagspräsidentin a.D., CDU)
 

Ferdinand-Friedensburg-Saal

Psychiatrische und neurologische Komplikationen bei HIV

Störungen der seelischen Gesundheit im Kontext von HIV sind eine Realität für viele Betroffene, spielen aber in der öffentlichen Wahrnehmung eine untergeordnete Rolle. Es sei auf Probleme wie Angst und Depression hingewiesen, ebenso wie Verdrängung, die in belastenden Situationen gesund und verständlich sein, bei HIV / AIDS jedoch auch sehr gefährlich werden kann. HIV stellt sich als ein Problem von Leib und Seele dar; die Stigmatisierung der HIV-Infektion kann sich in der Stigmatisierung psychischer Störungen vertiefen. Neurologische Komplikationen, wie Neuropathien und epileptische Anfälle können im Rahmen der HIV-Infektion ebenfalls auftreten und die beschriebene Symptomatik verstärken.

Aus Sicht des Psychiaters, des Neurologen und des Psychologen sollen sowohl spezifische Risiken und Problemfelder aufgezeigt und der Öffentlichkeit verstärkt zugänglich gemacht werden, als auch deren psychotherapeutische, psychiatrische oder neurologische Versorgung vorgestellt und diskutiert werden.

Mit Stefan Cremer (AVK, Berlin), PD Dr. Bruno-Marcel Mackert (AVK, Berlin), Andreas Mertens (Schwerpunktpraxis, Berlin)
 

Herrmann-Waesemann-Saal

Die bewegte Frau - Von Frauen für Frauen

Im Workshop HIV, Frauen, Sexualität und Partnerschaft wollen wir uns mit der Frage auseinandersetzen, warum das Thema Sexualität es uns so schwer macht, sich gegenüber anderen zu öffnen (z.B. der behandelnden Ärztin) und wie HIV die weibliche Sexualität verändert. Auch der Frage nach dem Einfluss der körperlichen Veränderungen, wie z.B. Lipodystrophie, auf den Selbstwert wollen wir in Arbeitsgruppen nachgehen. Ziel des Workshops ist es, gemeinsam nach Lösungsansätzen zu suchen und "Räume" zu schaffen, um eine offene Diskussion mit und zwischen den Betroffenen zu ermöglichen.

Mit Dr. Christiane Cordes (Schwerpunktpraxis, Berlin), Ines Lehmann (BAH, Berlin), Pit (Communitiy, Berlin), Alexandra Rohe (Moderation; MORE � Management- und Organisationsentwicklung, Frauenobdach+ / KommRum e.V., Berlin)

Raum 350

HIV und Beruf

Menschen mit HIV und Aids sind im Erwerbsleben spezifischen Schwierigkeiten und Fragen ausgesetzt. Wie ist mit einer befürchteten Leistungsminderung umzugehen? Wie würde ein positives Coming-Out von Kollegen und Kolleginnen aufgenommen? Sind Tabletteneinahme am Arbeitsplatz oder Arztbesuche mit dem Job vereinbar? Wie sich gegenüber dem Betriebsarzt verhalten? Welche Fördermöglichkeiten gibt es bei einer Schwerbehinderung? Der Workshop richtet sich sowohl an Betroffene, als auch an Beratende und wird die sozialmedizinischen und -rechtlichen Aspekte rund um die Erwerbstätigkeit beleuchten. Es soll auf die Besonderheiten im Umgang mit Arztterminen, Krankschreibungen und auch auf Rechte und Pflichten des Arbeitnehmenden eingegangen werden. Des Weiteren werden Möglichkeiten der Unterstützung aufgezeigt.

Mit Uwe Griese (Integrationsfachdienst Lebenswelten e.V., Berlin), Jakob Hösl (RA, Köln), Stephan Jäkel (Moderation; Pluspunkt e.V., Berlin), Dr. Christoph Mayr (Schwerpunktpraxis, Berlin), N.N. (Menschen mit HIV/Aids im Erwerbsleben)

 

19:30 Uhr

 

 

Rotes Rathaus Berlin� Reminders Day - Aidsgala

 

zum Tagesprogramm Freitag 31. August 2007