HIV im Dialog 2007

Tagesprogramm Freitag 31. August 2007

 

11:00-12:00 Uhr

 
 

Rotunde

"HIV im Dialog 2007" startet mit einem gemeinsamen Frühstücksbrunch in der Rotunde des 3. Obergeschosses 
 

12:00-12:30 Uhr  
  Louise-Schroeder-Saal        
 

Eröffnungsveranstaltung

Begrüßung der TeilnehmerInnen zu "HIV im Dialog 2007"
Mit Jens Ahrens (BAH, Berlin) und Dietmar Schranz (AK AIDS, Berlin)
Musikalische Begleitung: Nina Hill
 

12:30-14:00 Uhr

 
 

Louise-Schroeder-Saal

Gesundheitsversorgung in Deutschland

Das Selbstverständnis und die Wertvorstellungen einer Gesellschaft treten im Umgang mit kranken oder alten Menschen und mit Kindern signifikant zutage. Welche Weichen für die Zukunft gestellt werden, gibt somit Aufschluss auf die Vorstellung eines gesellschaftlichen Miteinanders. Wie positioniert sich das öffentliche Gesundheitswesen im Spannungsfeld von ausdifferenzierter Forschung und immer knapper werdenden ökonomischen Ressourcen und wohin wird die Entwicklung in der so genannten "High-Tech-Medizin" gehen? Wie wird sich die deutsche Gesundheitsversorgung im Hinblick auf die Bedürfnisse im HIV-Bereich in den kommenden zehn Jahren im europäischen Vergleich positionieren? Perspektiven, Entwicklungs- und Finanzierungsmöglichkeiten sollen diskutiert werden.

Mit Karin Knufmann-Happe (Ministerialdirektorin - Prävention, Gesundheitsschutz, Krankheitsbekämpfung und Biomedizin, BMG), Dr. Birger Kuhlmann (Moderation; Schwerpunktpraxis, Hannover), Katrin Lompscher (Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Berlin), Dr. Sabine Richard (AOK, Berlin), Prof. Dr. Rolf Rosenbrock (WZB, Berlin), Dietmar Schranz (Schwerpunktpraxis, Berlin)

Ferdinand-Friedensburg-Saal

HIV und Partydrogen

Die "Medizinische Reise 2007" zu Gast bei "HIV im Dialog"

Tanzen, Schmusen, Fisten � Nachlegen bis der Arzt kommt!?

Alles über Lust, Leid und mögliche Gefahren der Partydrogen.
Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit und Möglichkeit, mit einem erfahrenen HIV-Schwerpunktarzt über den Gebrauch sogenannter Partydrogen zu diskutieren und dabei den Aspekt der HIV- und HCV-Infektion besonders zu berücksichtigen.

Der Workshop richtet sich an Menschen mit HIV, die sich zum Thema Partydrogen weiterbilden, eigene Erfahrungen einbringen oder sich mit dem Referenten und anderen TeilnehmerInnen zum Thema austauschen möchten.

Mit Jens Ahrens (Moderation; BAH, Berlin), Bernhard Bieniek (Schwerpunktpraxis, Berlin)

Herrmann-Waesemann-Saal

Prävention von unten � Prävention von oben

Nach 25 Jahren Aufklärungsarbeit zu HIV und Aids bemühen sich alle Akteure zunehmend um die Überprüfung der Qualität und Wirksamkeit ihrer Präventionsmaßnahmen. Sowohl Vor-Ort-Projekte der schwulen Szenen als auch staatlich-massenmediale Kampagnen haben sich der Qualitätssicherung verschrieben und werden evaluiert.

Berichtet wird von neuen Ansätzen in der Vor-Ort-Präventionsarbeit mit schwulen und bisexuellen Männern, von Modellprojekten für bestimmte Zielgruppen wie Häftlinge, und von den allgegenwärtigen Gemüse-Großplakaten und deren Wirkung auf die so genannte Allgemeinbevölkerung.

Das Gesprächsforum soll neugierig machen auf die unterschiedlichen Herangehensweisen in der HIV/STD-Prävention und einladen, neue Ideen für die verschiedenen Informationsbedürfnisse zu entwickeln.

Mit Dr. Phil C. Langer (BAH, Berlin), Dr. Ulrich Marcus (Moderation; RKI, Berlin), Kai-Uwe Merkenich (Moderation; BAH, Berlin), Dr. Dr. Wolfgang Müller (BzgA, K�ln), Claudia Rey (BAH, Berlin), Markus Wickert (BAH, Berlin)
 

S�ulensaal

Von A wie Aloe bis Z wie Zink - Gesundheit jenseits der ART

Die dauerhafte Einnahme der antiretroviralen Therapie stellt eine Belastung für den Körper dar. Angesichts dessen besteht häufig der Wunsch, etwas Gutes für den eigenen Körper zu tun, sich naturorientiert gesund zu erhalten - mehr als verständlich. Gemeinsam mit Euch möchten Referenten und Moderator die HAART ergänzende Heilmethoden und Heilmittel diskutieren. Wir wollen den gewagten Versuch unternehmen, die "Spreu vom Weizen" zu trennen und sinnvolle Wirkstoffe und Heilmethoden herauszuarbeiten.

Mit Michael Latzke (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Christoph Schuler (Schwerpunktpraxis, Berlin), Engelbert Zankl (Moderation; Münchner Aids-Hilfe e.V.)

Raum 319

12:30 � 18:30 Uhr

Zukunftswerkstatt Jugendprävention

Wie schon im vergangenen Jahr gibt es auch auf dem diesjährigen Kongress eine zweitätige Zukunftswerkstatt für Jugendliche. Im Rahmen des Peer-Education-Projektes "Safer School" sollen SchülerInnen aus Berlin als MultiplikatorInnen ausgebildet werden. Dabei werden sie von zahlreichen Akteuren der regionalen und nationalen Aids-, Jugend-und Antidiskriminierungsarbeit unterstützt. Gleichzeitig haben die Jugendlichen die Gelegenheit, eigene Ideen zur HIV-Prävention zu entwickeln und umzusetzen. In einem Kreativwettbewerb werden Präventionsbuttons entworfen. Das Gewinnermotiv stellt das berlinweite Corporate Design von "Safer School" und soll auf der morgigen Reminders Day - Aidsgala verteilt werden.

Mit Dr. Phil C. Langer (BAH, Berlin) und Birte Seffert (BAH, Berlin)

14:15-15:45 Uhr  
 

Louise-Schroeder-Saal

Boehringer Ingelheim-Symposium:

Verlässlichkeit & Perspektive

Die sehr gute Wirksamkeit von antiretroviralen Medikamenten hat zu einer signifikanten Verlängerung der Lebenszeit von HIV-Erkrankten geführt. Dadurch treten neben der Betrachtung der virologischen und immunologischen Effektivität der Therapieregime neue Aspekte in den Mittelpunkt, wie beispielsweise Stoffwechselveränderungen sowie das Management von Langzeitnebenwirkungen. Der Vortrag von Herrn Prof. Dr. Behrens wird sich vor allem diesem Themenkomplex widmen.

Zur Behandlung der HIV-Infektion stehen heutzutage viele hochwirksame Medikamente zur Verfügung. Doch was nützen die besten Medikamente, wenn Sie nicht oder nur unregelmäßig eingenommen werden, wenn Therapiepausen ohne Wissen des Arztes durchgeführt werden. Dem Aspekt der Compliance möchte sich Herr Ahrens widmen.
Die Entwicklung der medikamentösen HIV-Therapie verläuft in einem rasanten Tempo. Neue Therapieansätze, neue Wirkstoffe und neue Studienergebnisse werden ständig präsentiert, veröffentlicht und diskutiert. Sie eröffnen weitere Möglichkeiten und Chancen bei der Behandlung von HIV und AIDS, insbesondere auch für therapieerfahrene Patienten. Der Vortrag von Frau Dr. Cordes wird die neuen Therapieoptionen praxisnah beleuchten.

Mit Jens Ahrens (BAH, Berlin), Prof. Dr. Georg Behrens (Medizinische Hochschule Hannover), Dr. Christiane Cordes (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Christoph Mayr (Moderation; Schwerpunktpraxis, Berlin)
 

Ferdinand-Friedensburg-Saal

Roche-Symposium:

Hepatitis C-Infektion - Aktuelle Therapie und Zukunftsausblicke

Neue Studiendaten bezüglich der Behandlung von HIV/HCV-koinfizierten Patienten stellen neue Chancen für die Betroffenen in Hinsicht einer verbesserten Therapie der Hepatitis dar, bringen allerdings gleichzeitig auch neue Herausforderungen sowohl für den Behandler als auch für den Patienten mit sich.

Die aktuelle Therapie der Hepatitis C bietet in Abhängigkeit von Viruslast und -kinetik eine bessere Prognose des Ansprechens sowie Heilungschancen für mehr als die Hälfte aller Patienten. Verkürzung und Verlängerung der Behandlung können eine Therapieoptimierung darstellen. Neue Substanzen, wie Protease-, Polymerase- und Replikase-Inhibitoren sowie neue Interferone werden mit ihrem Potential vorgestellt.

Mit Dr. Axel Baumgarten (Moderation; Schwerpunktpraxis, Berlin), Prof. Dr. Horst Koch (Oder-Spree-Krankenhaus, Beeskow)

   
16:00-17:30 Uhr  
 

Louise-Schroeder-Saal

Schnell - schneller - Schnelltest?
Der HIV-Antikörper-Schnelltest

Seit 2007 sind Schnelltests zum Nachweis von HIV-Antikörpern in Deutschland zugelassen und werden von Aids-Hilfeprojekten und Arztpraxen bereits angeboten. Wie funktionieren diese relativ neuen Testverfahren und liefern sie genaue Ergebnisse? Welche Vorteile und welche Risiken ergeben sich mit der Anwendung? Gibt es Indikationen, aber auch Kontraindikationen für HIV-Schnelltests? Müssen die bisher geltenden Beratungsstandards zum HIV-Test aktualisiert werden?

Diese Fragen sollen mit ExpertInnen aus Forschung, Labormedizin, hausärztlicher Versorgung, öffentlichem Gesundheitsdienst und Aids-Hilfe-Projekten beantwortet werden. Dabei werden Erfahrungen mit den neuen Testverfahren verschiedener Anbieter ausgetauscht und die Voraussetzungen zur Entwicklung gemeinsamer Leitlinien geprüft.

Mit Marcus Behrens (Mann-O-Meter, Berlin), Dr. Thomas Berg (Medizinisches Labor, Berlin), Dr. Tobias Glaunsinger (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Heribert Hillenbrand (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Ruth Hörnle (Gesundheitsamt Tempelhof/Schöneberg, Berlin), Christopher Knoll (Münchner AIDS-Hilfe e.V.), Kai-Uwe Merkenich (Moderation; BAH, Berlin)

Ferdinand-Friedensburg-Saal

4. IAS Conference in Sydney - Nachlese

Vom 22. - 25. Juli fand in Sydney die 4. IAS Conference on HIV Pathogenesis, Treatment and Prevention statt.

Es werden die aktuellen medizinischen und epidemiologischen Entwicklungen, sowie Aspekte der Prävention, die in Sydney diskutiert wurden, vorgestellt.

Mit PD Dr. Keikawus Arast�h (AVK, Berlin), Armin Schafberger (DAH, Berlin), Axel J. Schmidt (WZB, Berlin)

Herrmann-Waesemann-Saal

Vortragsveranstaltung

Soziale Sicherung bei HIV und Aids

Der Vortrag vermittelt einen Überblick über soziale Leistungen für Menschen mit HIV und Aids, soweit sie durch Träger nach dem das Sozialgesetzbuch (SGB I bis XII) gewährt werden. Im Vordergrund stehen Leistungen bei Krankheit, Arbeitslosigkeit, Erwerbsminderung, Schwerbehinderung und Pflege.

Besondere Berücksichtigung finden spezifische Problemstellungen, die mit Anträgen auf einzelne Leistungsarten verbunden sind, sowie Schnittstellenprobleme beim Übergang vom einen zum anderen Leistungsträger.

Mit Anette Lahn (Moderation; BAH, Berlin), Elisabeth Strothmann (BAH, Berlin) und Gert Wüst (BAH, Berlin)

S�ulensaal

Datenschutz und Patientenrechte im Kompetenznetz HIV/AIDS

In den fünf Jahren seit seiner Gründung hat das Kompetenznetz HIV/AIDS eine HIV-Kohorte aufgebaut, die derzeit 15.000 Datensätze von HIV-PatientInnen umfasst. Über 560 medizinische und soziodemographische Datenvariablen werden regelmäßig pseudonymisiert erfasst und dokumentieren, zusammen mit den asservierten, pseudonymisierten Blutproben, den Krankheits- und Therapieverlauf der teilnehmenden PatientInnen.

Ein derart umfangreiches Projekt stellt besondere Anforderungen an die Sicherstellung des Patientenschutzes und der Patientenrechte. Vor diesem Hintergrund arbeiten Wissenschaftler zusammen mit der Deutschen Aidshilfe, die ein Mitglied des Kompetenznetzes HIV/AIDS ist, und dem unabhängigen Patientenbeirat des Netzwerks an der Ausformulierung von Patienteninformationen und an der Weiterentwicklung des Datenschutzkonzeptes.

Im Workshop stellen Wissenschaftler, Datenschutzexperten, die Deutsche Aidshilfe und der Patientenbeirat das derzeitige Datenschutzkonzept vor und gehen auf aktuelle Fragen und Herausforderungen des Netzes ein.
Wie werden Daten im Kompetenznetz ausgewertet? Wie sicher sind die Daten vor unberechtigten Zugriff? Haben PatientInnen Einfluss auf die Verwendung ihrer Daten, bzw. ihres Biomaterials? Welche Besonderheiten bestehen bei internationalen Kooperationen?

Mit Alexander May, LL.M. (Datenschutzexperte, Datenschutzbeauftragter der Universit�t zu K�ln), Prof. Dr. Bernd Salzberger (Universitätsklinikum Regensburg), PD Dr. Adriane Skaletz-Rorowski (Moderation; Ruhr-Universität Bochum), Steffen Taubert (Moderation; DAH, Berlin), Engelbert Zankl (Münchner Aids-Hilfe e.V.)
 

17:45-19:00 Uhr  
 

Louise-Schroeder-Saal

MSD Sharp & Dohme-Symposium:

Die Integrase � Was ist denn Das?

Eine informative Podiumsdiskussion rund um die HIV-Integrase, dem dritten für den Lebenszyklus von HIV essentiellen Enzym.

PD Dr. Arast�h, Prof. Dr. Hauber und Dr. Schuster stellen neueste Daten zur Funktion der HIV-Integrase und deren Inhibition vor.

Mit PD Dr. Keikawus Arast�h (Moderation; AVK, Berlin), Prof. Dr. Joachim Hauber (Heinrich-Pette-Institut, Hamburg), Dr. Armin Schuster (MSD, Haar)

Ferdinand-Friedensburg-Saal

ABBOTT- Symposium:

Passt Ihr Lebensstil noch zu Ihrer HIV-Infektion?

HIV ist für viele ein unangenehmer Begleiter im Leben geworden. Ein früher Tod ist nicht mehr das zentrale Problem. Damit rücken alle anderen Gesundheitsgefährdungen ins Blickfeld, auch die Gefahren durch einen ungesunden Lebensstil, durch Rauchen, Alkohol und Drogen. Wie gehen wir damit um? Welche Ratschläge gibt es, welche nehmen wir uns zu Herzen?

Mit Arnd Bächler (Schwulenberatung, Berlin), Bernhard Bieniek (Moderation; Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Stephan Dupke (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Heribert Hillenbrand (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Christoph Mayr (Schwerpunktpraxis, Berlin)
 

 

Raum 300d

17:30 � 19:00 Uhr

Persönliche Sprechstunde

Persönliche, offene Sprechstunde zu allen Fragen rund um die wissenschaftlichen Veranstaltungen von "HIV im Dialog 2007" zu ART, Compliance und opportunistischen Infektionen.

Mit Siegfried Köppe (Schwerpunktpraxis, Berlin) und Anja Masuhr (AVK, Berlin)

19:00-21:00 Uhr

 

 

Rotunde

Sektempfang und Get Together (Rotunde) Mit Brigata Criminale: "musica italiana e le canzoni del west"
 

 

zum Tagesprogramm Samstag 1. September 2007