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der Bundesministerin für Gesundheit und soziale Ordnung,
Ulla Schmidt

      Seitdem vor rund 20 Jahren die ersten Fälle von AIDS entdeckt wurden, sind bereits 22 Millionen Menschen an dieser Krankheit gestorben. Rund 40 Millionen Menschen leben heute mit HIV. Hinter diesen nüchternen Zahlen verbirgt sich großes menschliches Leid bei allen Betroffenen. Die Krankheit hinterlässt aber auch Waisen, lähmt die Wirtschaft und führt zu Rückschlägen in Erziehung, Bildung und Kultur.

      Keine Gesellschaft kann es sich erlauben, das Problem AIDS zu ignorieren. Das gilt auch für Deutschland, wo sich die Situation vergleichsweise gut darstellt, aber neuen Herausforderungen begegnet werden muss. Wir dürfen nicht vergessen: AIDS ist schon lange nicht mehr nur ein Problem von Entwicklungsländern. Auch auf unserem Kontinent nimmt AIDS zu. Schätzungen für Osteuropa und Zentralasien sprechen von 1,2 bis 1,8 Millionen Infizierten. Länder wie Estland, Russland oder die Ukraine verzeichnen weltweit mit die höchsten Infektionssteigerungsraten. Aber auch in Westeuropa stellen wir Anstiege fest. Das heißt: AIDS steht weiterhin vor unserer Haustür und erfordert unser ständiges Engagement und Handeln.

Bundesministerin für Gesundheit und soziale Ordnung Ulla Schmidt

      Aufklärung und Information sind die wirksamste Strategie, um die Verbreitung von AIDS zu stoppen. Deutschland kann dazu mit seinen erfolgreichen Präventionskonzepten beitragen. So bietet beispielsweise die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit ein Training in der interaktiven Methodik des "Mitmach-Parcours" in Russland an. Dieser Parcours wird in Deutschland seit Jahren von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit großem Erfolg bei unterschiedlichen Zielgruppen eingesetzt. Wir müssen die Impfstoffentwicklung nach Kräften fördern und die Frage des Therapiezugangs beantworten. Zudem hat sich die Bundesregierung dafür eingesetzt, dass die Mittel des "Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria" in angemessener Weise für die Bekämpfung von AIDS in Osteuropa und Zentralasien eingesetzt werden können. Deutschland unterstützt den Fonds bis zum Jahr 2007 mit insgesamt 300 Mio. Euro. Auch andere Einrichtungen wie UNAIDS und die Weltbank, die sich im Kampf gegen AIDS engagieren, werden unterstützt.

      Um wirkungsvoll gegen AIDS angehen zu können, brauchen wir eine offene, pragmatische Auseinandersetzung mit der Krankheit. Vorurteile und Stigmatisierungen, die es in manchen Ländern in der Bevölkerung und unter den Verantwortungsträgern gibt, müssen überwunden werden. Veranstaltungen wie "HIV im Dialog" stärken den internationalen Erfahrungsaustausch und können zu einem offeneren Umgang mit dem Thema beitragen.

      Als Schirmherrin von "HIV im Dialog" wünsche ich den Initiatoren, Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine erfolgreiche Veranstaltung.

Ulla Schmidt

 

 

 

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