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   B e r l i n e r  A p p e l l
   zur Aids-Krise in den Ländern Ost-Europas und Zentralasiens


- Eine Medien-Initiative von HIV im Dialog 2004

  Im Osten Europas, unmittelbar hinter den neuen Außengrenzen der EU, droht eine Katastrophe. In Ländern wie Weißrussland, der Ukraine, der Russischen Föderation aber auch im EU-Beitrittsstaat Estland hat sich in den letzten Jahren das HI Virus explosionsartig ausgebreitet. Im Weltvergleich hat diese Region derzeit die höchsten HIV-Zuwachsraten. Nach Angaben osteuropäischer Experten waren 2002 dort 280.000 Menschen mit dem HI Virus neuinfiziert. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat hochgerechnet, dass mittlerweile 600.000 Menschen - allein in der Ukraine - HIV-positiv sind. Bei vielen Menschen ist die Krankheit schon ausgebrochen oder sie steht unmittelbar bevor.

  Hauptübertragungswege sind der Gebrauch von HIV-infizierten Spritzen bei Drogenbenutzern und ungeschützter Geschlechtsverkehr. Mehr als 75 Prozent aller HIV-Infizierten sind jünger als 30 Jahre. Aids begleitende Krankheiten wie Tuberkulose sind die häufigste Todesursache von Aids-Patienten. Medikamente können sich die meisten Menschen nicht leisten.

  Anstatt zu helfen, wird das Problem in betroffenen Gebieten häufig verleugnet. Aufklärung und Prävention finden selten statt. Aids-Kranke werden stigmatisiert und ausgegrenzt. Unter zum Teil katastrophalen Verhältnissen werden Patienten isoliert und weggesperrt. Angst, Tabus, Diskriminierung umgeben die Krankheit Aids. Zur Ignoranz seitens der offiziellen Institutionen kommt aber auch Hilflosigkeit seitens derjenigen, die bereit wären zu helfen, aber nicht wissen wie: Es fehlt an Therapien und Medikamenten, an medizinischer und psychosozialer Betreuung.

  Wir können nicht so tun, als ginge uns das alles nichts an. Spätestens seit der EU-Erweiterung rückt "der Osten" immer näher an unsere Grenzen. Wir können nicht die Vorteile der neuen Freizügigkeit in Anspruch nehmen, ohne auch dazu beizutragen, dass unsere östlichen Nachbarn von unserem Lebensstandard profitieren. Deshalb appellieren wir an alle Entscheidungsträger, vor allem an die verantwortlichen Politiker, sich der Gefahr der Aids-Pandemie bewusst zu werden und entsprechende Schritte zu unternehmen, damit die Menschen dort nicht millionenfach zu Opfern werden.

  Das Recht auf Vorsorge und medizinische Behandlung ist ein Menschenrecht nicht nur für Bürgerinnen und Bürger der reichen Länder.

Erik Bettermann (Deutsche Welle)
Jürgen Engert (RBB)
Lutz Heuken
Adrian S. Kostré
Hermann Krause
Lothar Loewe
Günther von Lojewski
Alexei Makartsev
Barbara Oertl
Thomas Roth (WDR)
Dirk Sager
Horst Schättle (RBB)
Volker Schmidt
Bettina Sengling

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