HIV im Dialog 2009

Tagesprogramm Samstag 12. September 2009

 

9:00-9:30 Uhr

 
 

Rotunde

Frühstück in der Rotunde des 3. Obergeschosses 
 

9:30-11:00 Uhr  
  Louise-Schroeder-Saal


Das HIV, der Trieb und die Depression
Aspekte der Männermedizin bei HIV

Alles gut mit HIV in Deutschland! Weitgehend normale Lebenserwartung, Karriere, sportliche Höchstleistungen, gesunde Sexualität. Dieses ist oft die vorherrschende Meinung in Presse und Bevölkerung, aber auch bei vielen Ärzten.

Die Realität ist anders. In verschiedenen Untersuchungen berichtet mehr als jeder dritte HIV-Infizierte von Libidoverlust und Erektionsstörungen, in höherem Lebensalter nehmen diese Zahlen noch deutlich zu. Ursächlich sind häufig Störungen im Stoffwechsel des männlichen Geschlechtshormons Testosteron. Die Blutspiegel sind schwer zu interpretieren, eine mögliche Substitution erfolgt zu selten.

Oft versteckt, vom Umfeld verkannt, mit dramatischen Folgen für Lebensqualität, sozialem Leben und Sexualität: Depressionen werden von fast der Hälfte der Menschen mit HIV-Infektion berichtet. Die behandelnden Ärzte sind mit der Diagnose und Therapie oft überfordert, die Wartelisten der wenigen spezialisierten Psychotherapeuten sind lang.

Vir +, die Sektion Männermedizin in der DAGNÄ, möchte mit Ihnen diese aktuellen Aspekte der Männermedizin diskutieren.

Mit Dr. Olaf Degen (Moderation; Universitätskliniken Hamburg Eppendorf), Dr. Christoph Mayr (Moderation und Referent; Schwerpunktpraxis, Berlin), Stefan Cremer (Psychologe, Berlin), Dr. Nils Postel (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin)

Ferdinand-Friedensburg-Saal

"Das hab' ich aus den Medien!"
Zum Mythos Aids - das Bild von HIV und Aids in den Medien

Podiumsdiskussion

Die Bilder von Menschen mit HIV und Aids in den Medien waren immer sehr unterschiedlich und haben sich 25 Jahre nach dem Beginn der Epidemie durch den medizinischen Fortschritt weiter vervielfältigt. Eine Besonderheit der HIV-Infektion ist, dass nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch die Angehörigen von Ausgrenzung und Stigmatisierung bedroht sind. Auch wenn es unterschiedliche und teilweise widersprüchliche Bilder der Infektion bzw. Erkrankung gibt, tragen die Medien ihren Teil dazu bei, dass das Thema HIV und Aids weiterhin dramatisiert und skandalisiert wird. Der Fall der Sängerin Nadja B. ist hier ein aktuelles, trauriges Beispiel, das die in der Gesellschaft vorhandene Stigmatisierung verstärkt und zur weiteren Diskriminierung von Menschen mit HIV und Aids führt. Es ist daher an der Zeit, die Vielfältigkeit der Bilder von HIV realistischer darzustellen; sei es bei den Kampagnen oder durch eine professionelle Bedienung der Medien seitens der Aids-Hilfen und Kooperationspartner.

Mit Jörg Litwinschuh (Moderation; Deutsche AIDS-Hilfe, Berlin), Prof. Dr. Martin Dannecker (Sexualwissenschaftler, Berlin), Hans-Herrmann Kotte (Redakteur, Frankfurter Rundschau, Frankfurt/M), Dr. Dr. Wolfgang Müller (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln), Peter Rehberg, (MÄNNER, Berlin), Carsten Schatz (Deutsche AIDS-Hilfe, Berlin)

Herrmann-Waesemann-Saal

SÖDAK - deine Folgen ...
Community-Vertretung bei HIV Kongressen

Information und Diskussion

Nach dem Rückzug des Community-Boards bei der "Södak 2009" muss die Frage gestellt werden, ob die Genfer und Essener Prinzipien aus 1998 und 1999 heute noch so umsetzbar und zeitgemäß sind. Ein Kongress ohne Betroffene ist nicht sinnvoll, es sei denn, man beschränkt diesen auf Grundlagenforschung. Doch 1998 ist lange her. Wie kann und wie soll die Community sich einbringen? Welche Anpassungen bei den Genfer und Essener Prinzipien sind notwendig?

Mit Dieter Telge (Moderation; AG HIV/Aids-Prävention mit MigrantInnen, Berlin), Dr. Anette Haberl (HIVCENTER im Universitätsklinikum der J.W. Goethe-Universität, Frankfurt am Main), Mich�le Meyer (LHIVE, Hölstein, Schweiz), Prof. Dr. Rolf Rosenbrock (Wissenschaftszentrum Berlin)

Raum 319


HIV & Gesundheit
Tipps zu Sport, Ernährung und Nebenwirkungs-management

Information und Diskussion

Der Vortrag gibt einen Überblick über verschiedene Sportarten und -möglichkeiten, auch im Hinblick auf ihre Eignung für Positive. Des Weiteren besprechen wir Nahrungsergänzungsmittel, deren Nutzen und / oder Schaden, und informieren über häufige Ursachen für Verdauungsprobleme bei HIV.

Mit Dr. Julia Breitkreutz (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin), Buck Broker (Vorspiel e.V. Berlin), Melanie Reichl (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin)

Raum 350


Ehrenamtliche - Freiwillige - wie geht das eigentlich?
Was ist Ehrenamtsma-nagement - Einführung in die Arbeit mit Freiwilligen

Workshop

Der Workshop vermittelt Einblicke in die grundlegenden Methoden und Inhalte des Freiwilligenmanagements / der Freiwilligenkoordination. Dabei werden einzelne Aspekte des Freiwilligenmanagements wie z.B. die Anwerbung von Freiwilligen oder aber die Bedeutung ehrenamtlicher Teilhabe am Organisationsgeschehen diskutiert werden.

Mit Anette Lahn (Berliner Aids-Hilfe)


 

11:15-12:45 Uhr  
 

Louise-Schroeder-Saal


MSD Sharp & Dohme-Symposium:

Gesundheitsnetz / Ärztenetz / Patientennetz für HIV, eine Vision? Möglichkeiten und Grenzen für ein Versorgungsnetz

Information und Diskussion

Der Wandel des Gesundheitssystems geht an dem HIV Netzwerk nicht vorbei. Grenzen setzen die rechtlichen und finanziellen Strukturen. Wo geht der Weg aus Sicht der verschiedenen Beteiligten hin? Diese Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, um gemeinsam über das Ist und die Zukunft des Versorgungsnetzes für HIV zu diskutieren. Vorangestellt sind jeweils kurze informative Impulsvorträge der Referenten.

Mit Prof. Dr. Volker Amelung (Moderation; Bundesverband Managed Care, Berlin), Dr. Christoph Mayr (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Sabine Richard (AOK, Berlin), Dr. Bernhard Rochell (Kassenärztliche Bundesvereinigung, Berlin)

Ferdinand-Friedensburg-Saal

Aktuelle Trends der Therapie der akuten und chronischen Hepatitis C

Information und Diskussion

Die Hepatitis C-Koinfektion stellt bei HIV-positiven Menschen ein zunehmendes Problem mit erheblichen Konsequenzen dar. In diesem Workshop sollen die Chancen der frühen Erkennung, der Behandlung der akuten Hepatitis C, der Einsatz neuer Substanzen für die Hepatitis C, aber auch die Risiken und Limitierungen der neuen Optionen präsentiert und diskutiert werden. Des Weiteren werden die internationalen Behandlungsleitlinien dem Behandlungsalltag in Berlin gegenübergestellt.

Dr. Ingiliz referiert über: Nonresponse, Relapse, neue Substanzen - Schöne neue Welt für Koinfizierte?; Dr. Vogel über: Akute Hepatitis C und HIV-Infektion - ein europäisches Problem mit aktuellen Daten und Dr. Cordes zu: Chronische Hepatitis C und HIV Koinfektion - Behandlungsleitlinien für die Praxis.

Mit Dr. Axel Baumgarten (Moderation; Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Christiane Cordes (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Patrick Ingiliz (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin), Dr. Martin Vogel (Universitätsklinikum Bonn)

Herrmann-Waesemann-Saal

HIV-Grundlagen
Was ist VL, T4, Ratio...?

Information und Diskussion

In dieser Veranstaltung vom Typ "HIV für Anfänger" wird es um Grundlagenwissen gehen. Grundkenntnisse zum Aufbau des Immunsystems und zum schädigenden Einfluss von HIV auf dieses, zum Verlauf der Infektion und Erkrankungsphasen sowie zu wichtigen Laborwerten, lassen den Sinn von regelmäßigen Untersuchungen und von gegen HIV gerichteten Therapien verstehen. Hierbei soll es nicht um Angstmache, sondern um Informationen gehen, die Patienten helfen, zusammen mit ihren Ärzten die richtigen Therapieentscheidungen zu treffen. Zudem sollen Informationen zu Übertragungswegen und -risiken gegeben werden, die vor allem auch dazu dienen sollen, Positiven eine möglichst entspannte Sexualität ohne übersteigerte Ängste um die Weitergabe der Infektion an ihre Partner zu ermöglichen.

Mit Dr. Tobias Glaunsinger (Schwerpunktpraxis, Berlin), Edgar Kitter (Aids-Hilfe Weimar & Ostthüringen)

Raum 319


PaniscHIVollEgal
Aktuelle Studien zu HIV-Neuinfektionen

Information und Diskussion

In dieser Veranstaltung werden Ergebnisse von Interview- und Fragebogenstudien vorgestellt und diskutiert, welche sich mit Umständen von tatsächlich erfolgten HIV-Neuinfektionen und Motiven für das Eingehen von Infektionsrisiken beschäftigen. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird beleuchtet, unter welchen Bedingungen Menschen, die eigentlich über HIV-Übertragungswege gut informiert sind, die in der Regel verwendeten Schutzmaßnahmen außer Acht lassen. Wie müsste sich die Präventionsarbeit verändern, um zumindest die häufigsten Ursachen für Fehleinschätzungen von Infektionsrisiken aufzugreifen? Wo liegen die Grenzen für das, was mit gruppenbezogenen Maßnahmen und Kampagnen in der HIV-Prävention erreicht werden kann?

Mit Ulrich Meurer (Moderation; Berliner Aids-Hilfe), Dr. Dr. Phil C. Langer (Ludwig-Maximilian-Universität, München), Axel J. Schmidt (Robert Koch-Institut, Berlin), Dr. Ruth Zimmermann (Robert Koch-Institut, Berlin)

Raum 350


Persönliche Sprechstunde

Persönliche, offene Sprechstunde zu allen Fragen rund um die wissenschaftlichen Veranstaltungen von HIV im Dialog 2009 zu ART, Compliance und opportunistischen Infektionen.

Mit Dr. Heribert Hillenbrand (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Anja Masuhr (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin)

 

12:30-13:30 Uhr  
 

Rotunde

Mittagessen in der Rotunde des 3. Obergeschosses 
 

13:45-15:15 Uhr  
 

Louise-Schroeder-Saal


Gesellschaftliche Verantwortung, bürgerschaftliches Engagement

Bürgerrechte und -pflichten in Deutschland und weltweit

Anders als z.B. im angelsächsischen Kulturraum nimmt das persönliche Engagement im sozialen Bereich in Deutschland einen vergleichsweise bescheidenen Platz ein. In Sachen sozialer Verantwortung wird hierzulande gerne auf den Staat verwiesen. Sozialer Zusammenhalt kann jedoch nicht allein durch staatliche Interventionen und Leistungen erreicht werden. Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen ist nicht nur angesichts des grundlegenden Reformdrucks in Deutschland ein Thema, das jeden angeht. Die Lebensqualität innerhalb einer Gesellschaft gründet vielmehr in ihrer Fähigkeit, den sozialen und moralischen Zusammenhalt durch Bürgersinn, Gemeinwohlorientierung und sozialem Engagement jenseits von Markt und Staat zu sichern. Zusammenhang und Gemeinwohlorientierung basieren auf einem Netz von privaten Beziehungen, dem Engagement im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis, in der Nachbarschaft und im Gemeinwesen.

Engagierte Bürger können viel bewegen. Sie kommen häufig aus der Praxis, kennen die Situation und den Standort, haben gute Ideen und wissen, wie man drängende Probleme kreativ und effektiv zum Nutzen der Allgemeinheit lösen kann. Die diesjährigen Reminders Day Award - Preisträger Alfred Biolek und Anna Beisse-Munemo sprechen mit Cori Obst und Schwester Juvenalis über Motivation, Probleme und die Grenzen ihres persönlichen Engagements.

Mit Sylke Gandzior (Moderation, Berlin), Dietmar Schranz (Schwerpunktarzt Berlin), Anna Beisse-Munemo (Aidskoordinatorin des Zimbabwe Netzwerk, Garbsen), Prof. Dr. Alfred Biolek (Berlin), Schwester Juvenalis (Hospizdienst Tauwerk, Berlin), Cori Obst (AIDS-Hilfe NRW, Wuppertal)

Ferdinand-Friedensburg-Saal

GlaxoSmithKline- Symposium:

Leben mit HIV

Die HIV-Therapie ist im Laufe der letzten Jahre insgesamt wirksamer und verträglicher geworden. Dazu ermöglichen Fortschritte in Diagnostik und Therapie den HIV-Patienten heute eine zunehmende Lebenserwartung.

Mit diesen Fortschritten und der erhöhten Lebenserwartung nimmt auch die Bedeutung der klassischen internistischen Erkrankungen für HIV-Patienten wieder zu. Kontrovers diskutiert wird in diesem Zusammenhang derzeit auch der mögliche Einfluss der HIV-Infektion bzw. der HIV-Therapie auf das zentrale Nervensystem: Sind Auswirkungen der Infektion auf motorische und kognitive Fähigkeiten zu erwarten? Spielt die geistige Fitness eine Rolle im Leben mit HIV? Kann das Gehirn geschützt werden?

Bringen Sie die Glühbirne im Kopf zum Leuchten! Denken und diskutieren Sie mit!

1. HIV-Therapie im Wandel - Einfach oder komplex? Darstellung der neuen Herausforderungen der HIV-Therapie im Kontext der längeren Lebenserwartung. Damit wird verbunden die Beleuchtung der individuellen Risikosituation der Patienten und Berücksichtigung dieser in der Therapieentscheidung im Licht neuer Daten und Erkenntnisse.

2. HIV im Gedächtnis - Vergessen oder bekämpfen? Wird die Bedeutung und der Einfluss der HIV-Infektion auf das Gehirn überbewertet oder unterschätzt? Welche neurokognitiven Komplikationen / Einschränkungen existieren oder können auf Patienten zukommen? Sind Auswirkungen auf den Alltag der Patienten zu beobachten oder zu erwarten?

3. Mit HIV leben - An mit HIV denken! Die Sicht des Patienten / der Beratungsstelle / der Angehörigen.

Mit Dr. Katrin Hahn (Klinik für Neurologie, Charité, Berlin), Siegfried Schwarze (Projekt Information, München), Prof. Dr. Hans-Jürgen Stellbrink (Infektionsmedizinisches Zentrum Hamburg)

Herrmann-Waesemann-Saal

Tumorerkrankungen bei HIV

Im Rahmen dieser Veranstaltung sollen die Möglichkeiten und Perspektiven der Behandlung von malignen Tumoren bei HIV-positiven Patienten diskutiert werden. Im ersten Abschnitt sollen konventionelle chemotherapeutische Konzepte in der Malignom-Behandlung skizziert werden unter besonderer Berücksichtigung HIV-assoziierter Lymphome. Des Weiteren werden neue Entwicklungen der intensivierten Therapien einschließlich autologer und allogener Transplantationsverfahren bei HIV-assoziierten Erkrankungen vorgestellt. Im letzten Teil soll ein Ausblick auf die sogenannten "Target-Therapien" gegeben werden, die neben bzw. anstelle der Chemotherapien zukünftig Einzug halten werden in die Tumortherapie. Darüber hinaus wird über neue Erkenntnisse und Therapiemöglichkeiten des seltenen, aber komplexen Morbus Castleman berichtet. Dr. Weiß referiert über: Risiken und Möglichkeiten von Chemotherapien bei malignen Erkrankungen; Dr. Siehl über: Intensivierte Therapien bei hämatologischen Erkrankungen bei HIV-Patienten; Dr. Kirsch über: Neue Therapieansätze in der Behandlung maligner Erkrankungen und Dr. Teutsch zu: Morbus Castleman bei HIV.

Mit Dr. Andreas Kirsch (Moderation und Referent; Oskar-Helene-Heim, Berlin), Dr. Jan Siehl (Schwerpunktpraxis, Berlin), Dr. Christian Teutsch (Klinikum Buch, Berlin), Dr. Rudolf Weiß (Schwerpunktpraxis, Bremen)

Raum 319


HIV und Psychiatrie
Zwischen Panik und Gleichgültigkeit -
Lebenskrisen und Erschöpfungszustände aus psychiatrisch-psychologischer Sicht

Information und Diskussion

Nicht nur eine HIV-Erstdiagnose kann eine akute psychische Krise auslösen. Im Laufe einer HIV-Infektion können viele Faktoren Auslöser für eine psychische Veränderung sein. Welche kritischen Situationen sich in der Praxis zeigen, wie sie sich äußern, wie man sie erkennt und behandelt soll dargestellt und diskutiert werden.

In einem zweiten Vortrag soll die HIV-Infektion als dauerhafte Herausforderung an eine bewusste Lebensführung besprochen werden. Angemessene Bewältigungsstrategien können vor chronischer Erschöpfung schützen, die eine tiefgreifende Veränderung der Lebensweise, sowohl im Beruf als auch im Privatleben, zur Folge haben kann.

Verantwortlicher Selbstschutz und Vermeidung von Überforderung müssen häufig jedoch erst erlernt werden. Im letzten Teil der Veranstaltung soll dem Plenum ausreichend Zeit für Diskussion zur Verfügung stehen.

Mit Jens Ahrens (Moderation; Berliner Aids-Hilfe), Stefan Cremer (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin), Andreas Mertens (Psychiater, Berlin)

Raum 350


Informationen zum Ehrenamt in der Berliner Aids-Hilfe

Knastarbeit, Caféarbeit - in der Berliner Aids-Hilfe gibt es vielfältige Möglichkeiten ehrenamtlich aktiv zu werden. In dieser "Sprechstunde" beraten wir Sie persönlich zu allen Fragen rund um das ehrenamtliche Engagement.

Mit Anette Lahn (Berliner Aids-Hilfe)

Raum 219


Sexuelles Risikoverhalten und Prävention bei sozial benachteiligten Jugendlichen

Praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse

Information und Diskussion

HIV-Primärprävention bei Jugendlichen ist eingebettet in dem Ansatz der strukturellen Prävention und zielt auf die Verknüpfung von Verhältnis- und Verhaltensprävention ab. Jugendliche mit gesellschaftlichen Ausgrenzungserfahrungen müssen dabei besonders berücksichtigt werden, da sie meist mit den herkömmlichen Präventionsbotschaften nur schwer zu erreichen sind. Das Schoolwork-Team der Berliner Aids-Hilfe e.V. hat 2006 in Zusammenarbeit mit dem Jugendarrest Lichtenrade einen Präventionsworkshop institutionalisiert, der arrestierten Jugendlichen das Thema HIV / Aids / STDs als Teil eines umfassenden Programms zur Förderung sozialer Kompetenzen näher bringen soll.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion wird zunächst das Modellprojekt vorgestellt werden, um anschließend die Bedingungen für sexualpräventives Verhalten anhand von wissenschaftlichen Ergebnissen zu diskutieren. Dabei wird ein Schwerpunkt auf obdachlosen Jugendlichen liegen.

Mit Thomas Wilke (Moderation; Berliner Aids-Hilfe), Dr. Dr. Phil C. Langer (Ludwig-Maximilians-Universität, München), Dr. Gundula Röhnsch (Alice Salomon Hochschule, Berlin), Helmut Wanner (subway, Berlin)

15:30-17:00 Uhr  
 

Louise-Schroeder-Saal


PaniscHIVollEgal - Prävention 2009

Neue Kampagnen der BZgA, DAH und ManCheck

Information und Diskussion

Die Anforderungen an die HIV-Prävention haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Das Grundwissen zu Übertragungsrisiken ist allgemein verbreitet. Die HIV-Infektion ist kein Todesurteil mehr, sondern eine chronische, behandelbare Erkrankung. Die absolute Vermeidung jeglichen Risikos ist für sexuell aktive Menschen, die nicht in monogamer Partnerschaft leben, keine auf Dauer akzeptable Strategie. Sie wird daher zunehmend abgelöst durch verschiedene Varianten des Risikomanagements. Anhand der bundesweiten Kampagne "Ich weiß was ich tu" der Deutschen AIDS-Hilfe, lokaler Erfahrungen in der Umsetzung dieser Kampagne in Berlin durch ManCheck und der neuen HIV-Präventionskampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung soll demonstriert und darüber diskutiert werden, wie die Präventionsarbeit auf die veränderten Rahmenbedingungen reagieren kann.

Mit Dr. Ulrich Marcus (Moderation; Robert Koch-Institut, Berlin), Kai-Uwe Merkenich (Moderation; Berliner Aids-Hilfe), Dr. Dr. Wolfgang Müller, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln), Dr. Dirk Sander (Deutsche AIDSHilfe, Berlin), Rolf de Witt (ManCheck, Berlin)

Ferdinand-Friedensburg-Saal

Boehringer Ingelheim - Symposium:

"Rund um den Kopf - Mund auf! Augen auf! Alles fit im Kopf!"

Information und Diskussion

"Aids ist behandelbar" - Viruslast und CD 4-Zahl gelten als Indikatoren einer wirkungsvollen Therapie, doch stellt sich die Frage, ob mit einer erfolgreichen Behandlung der HIV-Infektion schon alle Komplikationen umschifft werden. Beiße ich gut? Schmecke ich gut? Sehe ich gut? Bin ich geistig fit? Mit diesen Fragen möchte sich das Symposium "Rund um den Kopf" auseinandersetzen und den Blick auf die Gesunderhaltung von Augen, Mund und Hirn richten.

Dr. Nobel spricht über HIV und Mundgesundheit, Dr. Müller über HIV und Augenerkrankungen und Dr. Schielke über HIV und kognitive Leistungseinschränkungen

Mit Priv. Doz. Dr. Eva Schielke (Moderation und Referentin; Neurologin, Berlin), Dr. Valeska Müller (Augenärztin, Berlin), Dr. Christiane Nobel (Kiefernchirurgin, Berlin)

Herrmann-Waesemann-Saal

Opportunistische Infektionen

Information und Diskussion

Opportunistische Erkrankungen haben es zunehmend schwerer ihre Opfer zu finden. Immer häufiger können die Angriffe vom Immunsystem der HIV-infizierten Menschen abgeschmettert werden. Eine Kapitulation der Opportunisten ist jedoch noch lange nicht in Sicht. Sie passen sich an, verändern ihr Gesicht und suchen sich neue Opfer und sie geben nicht auf. Diese Veranstaltung beleuchtet die Strategien opportunistischer Erkrankungen in Zeiten der modernen HAART.

Mit Dr. Hartmut Stocker (Moderation; Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin), Priv. Doz. Dr. Bruno-Marcel Mackert (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin), Dr. Christian Träder (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin)

Raum 319


Vergessen ist tödlich!

Universal Access in Deutschland?

Information und Diskussion

Die Versorgungssituation von illegalisierten Menschen mit HIV und Aids ist weiterhin desolat: Der anonyme Krankenschein ist in Berlin in der Diskussion, in anderen Städten werden Gespräche an runden Tischen geführt. An vielen Orten werden diejenigen vertröstet, die sich für eine Versorgung von Menschen ohne Papiere einsetzen. Doch die ärztliche und beraterische Realität zeigt täglich die Versorgungsprobleme von Menschen ohne Krankenversicherung: Menschen infizieren sich mit HIV, werden krank und benötigen dringend antiretrovirale Medikamente.

Neben den engagierten Ärztinnen und Ärzten, die einzelne Menschen kostenlos mitversorgen und versuchen, eine kontinuierliche Therapie zu ermöglichen, sind die verschiedenen Projekte zur medizinischen Versorgung zwar Anlaufstellen für Menschen ohne Krankenversicherung, können aber bei einer behandlungsbedürftigen HIV-Infektion kaum weiterhelfen. Eine dauerhafte und tragfähige Lösung ist nach wie vor nicht in Sicht.

In diesem Podiumsgespräch möchten wir mit Gästen aus Gesundheitssystem, pharmazeutischer Industrie, Community und Politik, sowie den Teilnehmenden an Möglichkeiten zur Versorgung weiterdenken: wer kann welchen Beitrag leisten und wofür Verantwortung übernehmen?

Mit Mila Ould Yahoui (Moderation; Berliner Aids-Hilfe), Canan Bayram (Bündnis 90/ Grüne, Berlin), Marcel Berger (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin), Silke Klumb (Moderation; Deutsche AIDS-Hilfe, Berlin)

Raum 350


Psychiatrisch / Psychologische Sprechstunde

Nach einer kurzen Einführung können im Plenum Fragen von allgemeinem Interesse gestellt und diskutiert werden. Im zweiten Teil der Veranstaltung besteht in einer persönlichen Sprechstunde Gelegenheit zum Einzelgespräch mit den Referenten. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Mit Stefan Cremer (Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin), Andreas Mertens (Psychiater, Berlin)

Raum 219


Altes Aids - Neues Aids.

Wohin geht die Selbsthilfe?

Podiumsdiskussion

Aids ist in die Jahre gekommen. Es gibt mindestens zwei Generationen an HIV-Positiven. Einerseits Langzeitpositive, die mit den alten Bildern von Aids gelebt haben und teilweise noch leben und auf der anderen Seite diejenigen, die sich in den Zeiten hochwirksamer Therapien infiziert haben. Zudem umfasst HIV und Aids mittlerweile ein Altersspektrum von ganz jung bis sehr alt. In der Selbsthilfe wird relativ selten versucht die unterschiedlichen Alters- und Erfahrungsgruppen an einen Tisch zu setzen.

Dabei wäre dies ein hilfreicher Austausch sowohl in die eine wie die andere Richtung. Es gibt viele Erfahrungen aber auch Vorurteile bei den unterschiedlichen Gruppen, die in dieser Diskussionsrunde erörtert werden sollen. Dabei können und sollen auch Utopien entwickelt werden.

Mit Dieter Telge (Moderation; Positivensprecher BAH, Berlin), Bernd Aretz (Aktivist, Offenbach), Sven Hanselmann (Jung-Positive, München), Carsten Schatz (Deutsche AIDS-Hilfe, Berlin), Melike Yildiz (Positivensprecherin BAH, Berlin)

17:30-18:30 Uhr  
 

Louise-Schroeder-Saal


BristolMeyerSquibb- Symposium:

HIV Infektion: Eine Welt - zwei Realitäten

HIV in Afrika: Dr. Jörg Gölz zum 10-jährigen Jubiläum von "SECURE THE FUTURE", dem umfangreichsten Unternehmensengagement dieser Art zur Bekämpfung von HIV / Aids in Afrika HIV in Deutschland: Arzt / Patient - eine verhängnisvolle Affäre?! Ergebnisse eines Workshops mit Ärzten und Patienten.

Mit Priv. Doz. Dr. Keikawus Arastéh (Moderation und Referent; Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Berlin), Jens Ahrens (Berliner Aids-Hilfe), Dr. Jörg Gölz (Schwerpunktpraxis, Berlin)

 

Ferdinand-Friedensburg-Saal

"Hurra, es ist nur ..."

Neues über Syphilis, Tripper & Co

Information und Diskussion

Die "klassischen" STD's wie Tripper, Syphilis und Chlamydien führen weiterhin mit Abstand die Liste der am häufigsten sexuell übertragenen Erkrankungen an. "Neue" STD's wie das Lymphogranuloma venereum werden ebenfalls immer öfter diagnostiziert. Nach einer kurzen Einführung bezüglich der aktuellen Situation von "Syphilis und Co." in der Hauptstadt werden die zwei Berliner Fachärzte für Geschlechtserkrankungen die Fragen aus dem Plenum beantworten, wobei viel Platz für eine offene und hoffentlich anregende Diskussion bleiben soll.

Mit Dr. Yves Zimmer (Dermatologe, Berlin), Dr. Olaf Mielcke (Dermatologe, Berlin)

Herrmann-Waesemann-Saal

" ...nicht jede Schwellung ist eine Hämorrhoide!"

Proktologische Krankheitsbilder, Vorsorge und Therapie

Information und Diskussion

" ... nicht jede Schwellung ist eine Hämorrhoide" - proktologische Krankheitsbilder, deren Diagnostik und Therapie, in der chirurgisch-proktologischen Praxis."

Wer kennt das nicht? Brennen, Jucken, Nässen oder sogar Schmerzen und auch Ausfluss im Analbereich. Der Laie denkt oft sofort an Hämorrhoiden. Doch nicht immer ist die Ursache der Beschwerden ein Hämorrhoidalleiden. Thomas Hänsel berichtet über die vielfältigen Krankheitsbilder im Analbereich, deren Diagnostik und Therapiemöglichkeiten. Oft ist die Ursache bei einer proktologischen Untersuchung rasch gefunden, die Krankheit kann behandelt werden. Der Vortrag soll auch die Scheu vor dem Gang zum Proktologen verringern helfen.

Mit Thomas Hänsel (Chirurgische Praxis, Berlin)

"Anale HPV-Infektionen - Condylome und Analkarzinom, Möglichkeiten der HPV-Impfung"

Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die Mehrzahl der sexuell aktiven Menschen im Laufe ihres Lebens mit HPV (Humane Papillomaviren) infizieren. Manche bemerken davon gar nichts, andere bekommen z. B. anogenitale Feigwarzen (Condylomata accuminata) und wieder andere entwickeln sogar Analkrebs oder deren Vorstufen. Heiko Jessen aus der Gemeinschaftspraxis Motzstraße berichtet in seinem Vortrag über diagnostische Möglichkeiten und die Therapie bei einer HPV-Infektion, aber auch über mögliche Vorsorgemaßnahmen und neueste Erkenntnisse über eine HPV-Impfung.

Mit Dr. Heiko Jessen (Schwerpunktpraxis, Berlin)

 

 

 
 

19:30 Uhr

 

 

Rotes Rathaus Berlin

Reminders Day Aids Gala

Im Rahmen der Reminders Day Aids Gala wird seit 2001 der Reminders Day Award an Menschen verliehen, die sich besonders im Kampf gegen HIV und Aids engagieren.

 
 

zum Tagesprogramm Freitag 11. September 2009